Sonntag, 19. Februar 2017

Gesammelte Werke

Ich hab gar nicht mehr so viel zu schreiben. Ab und an geb ich mir mal mühe, aber oft koch ich einfach so meine 3 Gerichte vor mich hin und versuche, meinen Alltag auf die Reihe zu bekommen. Manchmal mach ich trotzdem ein Foto und wo das passiert ist, das möchte ich jetzt zusammenfassen!


Bei Rewe gibts unter der Eigenmarke rein blaue Streusel. Meeresrauschen oder so. Und die sind somit natürlich ohne Karmin und damit super für mich. Außerdem mag ich rein blaues Essen. Sehr lecker auf Bananenbrot!



Beim Real habe ich diese tief lilane Süßkartoffel gefunden und damit Ofengemüse gemacht. Dazu normale Kartoffe, Paprika und Hokkaidokürbis. Mit Öl, Kräuter der Provinz und Salz versehen und dann backen. 



Nudeln gehen immer und mit bunten Nudeln bekommt man meinen Wagen voll. Zu meiner klassischen Tomatensoße aus Dosentomaten, Zwiebel etc, gibts hier noch Basilikum, Pepperoni und Oliven.



Jasminbruchreis mit Sambal Olek, dazu frittierten Tofu und eine missratene Misosuppe aus deutlich mehr Lauch als Suppe. Und roher Lauch. Das ging gar nicht.



Sesambällchen, frittiert, gefüllt mit rotem Bohnenmus. Immer wieder eine Delikatesse.



Das sind Kokospfannkuchen mit Apfelmus und Zimt. 




Tomatenrisotto mit Paprikastücken, begraben unter frischer Tomate, Kapern und Basilikum. 




Rote Linsenköfte. Die Garnitur habe ich separat mitgenommen und nach dem Aufbau auf dem Buffet vergessen noch ein Foto zu machen. Ist aber ein sehr klassisches türkisches Gericht und dürfte überall rezepttechnisch zu finden sein.



Hummus mit Paprika und ein Rest Tomaten-Linsen Makkaroni vom Vortag. Das Wichtigere sind eigentlich diese beiden tollen Melonenschüsseln, die es kurz bei Buttlers gab. Ich wollte sowas schon lange haben und bisher hatte es immer nur der koreanische Versandt. Da hab ich zugegriffen.


Alles keine große Kunst. Aber superlecker ;)

Freitag, 13. Januar 2017

Rezepte malen

Ich mag gerne schön geschriebene Rezepte von Hand. Insgeheim wünsche ich mir sowas auch von anderen Leuten (via Kakao z.b.), aber irgendwer muss ja mal den ersten Stein werfen, also tu ich das.




Im Essen malen bin ich jetzt nicht so gut, aber besser als gar nix.

Das hier sind besonders einfache, günstige Rezepte. Hier auf dem Blog auch schon alle einmal gesehen, der Ofenkürbis aber nur mit Bild, nicht mit Rezept.

Samstag, 10. Dezember 2016

Potstickers mit scharfer Sauerkraut Füllung

In Ladenburg gibt es das Nihao, ein chinesisches Restaurant, das zwei Karten hat. Eine, was man so in China isst und eine für die deutschen Gäste. Wir haben noch kein Gericht von der deutschen Karte gegessen, aber die chinesischen Gerichte, die haben es uns angetan. Und mir besonders ein Gericht mit Teigtaschen, die zusammen mit einem Dip gereicht werden.

Dank Internet hab ich herausgefunden, dass sie englisch "Potstickers" genannt werden und habe inzwischen meine eigene Variante gemacht.

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Das Teigrezept stammt von Yasilicious und bei der Füllung habe ich mich von MommyTang inspirieren lassen. Das Video finde ich leider nicht mehr, aber einmal hat sie auf Basis von Sauerkraut und Kimchigewürzen ein "Schnellkimchi" gemacht. Also alles in eine Pfanne geworfen und dann wars fertig.

Für den Teig:
180 g Weizenmehl 550
125 g Wasser 30 - 40 °C

Das Wasser kurz im Wasserkocher anwärmen und dann direkt in die Schüssel einwiegen. Zart besaitete können mit einem Löffel zunächst rühren, harte gehen direkt mit der Hand zum Kneten in die unbekannt heiße Mischung. Der Teig muss 5 Minuten lang geknetet werden. Nicht von der Illusion täuschen lassen, der Teig würde etwas Sinnvolles von der Konsistenz her darstellen. Er klebt! Und das wird auch so bleiben. Nicht mehr Mehl nehmen.
Den Teig dann von der Hand abkratzen und sanft andrücken. Der kann jetzt noch 10 Minuten ruhen. Danach wird er ausgerollt, wobei hier gerne Mehl verwendet werden darf.


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Den Teig ca. 1-2 mm dünn ausrollen und mit einem teuren Garnierring oder einem preisgünstigen Glas ausstechen. Das hier ist ein Rewe feine Welt Brotaufstrichglas. Beim Ausstechen für Geizige türmt sich der Rand etwas auf. Den Rand platt drücken und dann 4x falten.


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Gefaltet wird nur an einer Seite. Das erzeugt eine Kaffeefilterartige Form, die dann mit der Füllung gefüllt werden kann. Zum Füllung reindrücken verwende ich den Mittelfinger, sodass der Zeigefinger trocken bleibt zum Zudrücken der Tausche. Sobald Feuchtigkeit auf die Stelle kommt, die später an der nächsten kleben soll, versagt die Klebkraft.

Die Tasche wird dann zugedrückt und diese lagere ich auf einem Teflon Backpapier. Ich habe auch schon gemehlte Teller ausprobiert, aber das Mehl reicht nicht. Die Taschen beginnen zu kleben und das überschüssige Mehl macht in der Pfanne ungewollte Maillardreaktionen, die wir an so vielen Stellen gar nicht haben wollen.


Für die Füllung:
150 g Sauerkraut
1/2 Knoblauchzehe
doppelt so viel Volumenanteil Ingwer
3 TL Gochu Garu (Chiliflocken zur Kimchiherstellung)
1/4 TL Salz

Das Sauerkraut drücke ich über dem Waschbecken kurz aus. Original wässrig ist es mir zu sauer, nachgewaschen ist es mir zu lasch. Ausgedrückt ist es genau richtig. Mit einem Schuss Wasser und den Zutaten, dabei Knoblauch und Ingwer durch die Knoblauchpresse gedrückt, erwärme ich das kurz, damit sich alles besser miteinander verteilt. Etwas abkühlen lassen. und dann ca. 1 TL als Füllung pro Tasche verwenden.



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Für den Dip:
3 EL Sojasoße für Sushi und Sashimi
1 EL Sushiessig
1 TL braunes Sesamöl
1/2 Knoblauchzehe
volumenmäßig so viel Ingwer wie Knoblauch
1/2 TL Sambal Olek

Knofi und Ingwer wieder durch die Presse drücken und in die Lösung einrühren.


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Den Dip mach ich immer zu Anfang, sodass er etwas ziehen kann.


Das Zubereiten der Taschen in der Pfanne:

Ein bisschen Öl in die Pfanne geben. Die Taschen da drin kurz anbraten, bis sie braune Aufsetzstellen bekommen. Dann ca. 100 mL heißes Wasser in die Pfanne geben (vorsicht, spritzt) und den Deckel aufsetzen. Nach 5 - 15 Minuten ist das Wasser abgedampft und hat dabei die Taschen in der Dampfphase gegart. Sie werden glasig.
Bei mir ist das die Herdeinstellung 10 von 12.



Und dann kann gegessen werden :)

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Mittwoch, 6. Januar 2016

Hummus

Schon so lange begleitet mich dieses Rezept, es ist das einzige in meinem Kochbuch mit post it Schnellfinder. Aber immer noch fehlen das Rezept und ein anständiges Foto für meinen Blog. Hiermit wird das nun geändert.


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Hummus lässt sich als Brotaufstrich benutzen, als Dip für Gemüsesticks oder einfach zum so weglöffeln. Ich gehöre eher zur Süßigkeitenfraktion, die man mit Gemüsesticks Bäume hoch jagen kann. Sobald man aber einen anständigen Dip dabei hat, klettere ich auch wieder vom Baum herunter und esse mit Begeisterung. Dieser Hummus vermag die magische Tat zu tun.

250 g gekochte Kichererbsen
0,1 – 1 Knoblauchzehe
3-4 EL Limettensaft
2 EL Olivenöl
75 g Tahin
1 TL Kreuzkümmel
½ TL Paprika edelsüß
½ TL Kurkuma (für eine bessere Farbe, das ist so nicht original)
Ca. 1 TL Salz
Pfeffer
Evtl Wasser, um die Konsistenz einzustellen

Ich habe den Umrechnungsfaktor von getrocknete zu gekochte Kiechererbsen leider nie ermittelt. Ich fülle eine große Müslischüssel halb mit trockenen Kiechererbsen, fülle diese randvoll mit Wasser und lass sie 12 – 24 Stunden im Kühlschrank quellen. Danach wasche ich sie kurz (Stickwort Raffinose rauswaschen, die macht Blähbauch und jedes bisschen weniger hilft das zu verhindern) und gebe sie 1:2 mit Wasser in einen Schnellkochtopf. Ist Stufe 2 erreicht, lasse ich sie 45 Minuten kochen, Topf auskühlen, abgießen, auskühlen bis handwarm. Die lassen sich auch am nächsten Tag noch verarbeiten, wenns jetzt knapp geworden ist.

Davon fülle ich 2/3 in eine pürierfähige Plastikschüssel, das letzte Drittel behalte ich für Übersalzenfehler zurück. Tritt der Übersalzenfehler nicht ein, koch ich damit anderes Essen. In die Schüssel kommen jetzt die übrigen Zutaten, die Knoblauchzehe dabei gepresst. Ich püriere die Erbsen homogen und stell dann die gewünschte Konsistenz mit Wasser ein. Da die Masse später noch nachzieht, kann es sein, dass man am nächsten Tag nochmal Wasser dazu geben muss.

Dose: Man kann auch Dosenkiechererbsen verwenden. Ich schleppe nicht gerne Dosen und mag die Dosenerbsen hierfür auch geschmacklich nicht gerne. Das selbst kochen lohnt sich wirklich, der Geschmack ist anders. Außerdem enthalten Dosenkiechererbsen warum auch immer so viel Raffinose, dass man mehr Bauchschmerzen davon bekommt, als wenn man sie selber kocht.

Kreuzkümmel: Es gibt verschiedene Pflanzensorten Kreuzkümmel, deren Saat verschieden schmeckt. Das ist auf dem Etikett aber nie aufgedruckt. Es kann also sein, dass mein Hummus ganz anders als deines schmeckt, weil wir verschiedene Sorten erwischt haben. Der Kreuzkümmel ist hier die Hauptgeschmackskomponente. Erwischt man da einen, der einem nicht passt, sollte man dies durch Wechseln des Gewürzhändlers korrigieren. Den Fall hatte ich auch schon und habe den „schlechten“ Kreuzkümmel dann mit „gutem“ gestreckt, dann passte es wieder und ich hab nichts weggeworfen.

Limette: Falls nicht vorhanden, nimmst du Zitrone. Die Limette gibt so einen besonderen Jamie Oliver Frischekick, Zitrone dürfte eher klassisch sein.

Paprikapulver: Ich weiß nicht, ob das so original ist. Es gibt in der Türkei Paprikamark, welches einen unglaublich tollen Geschmack hat. Dieses verwende ich lieber als das Pulver, aber essentiell ist das jetzt nicht. Wenn du Mark hast, probiers mal aus.


Donnerstag, 3. Dezember 2015

Reis! Reis! Und Reiskocher

Gerichte, die man nur im Reiskocher macht. Und davon eine ganze Hand voll, daran entwickel ich immer noch still vor mich hin. Das hat eine große Zeitersparnis.
Letztes Mal kamen Linsen mit in den Kocher, heute gibts Gemüse.


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Vollkorn Jasminreis und frisches Gemüse


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Die Gewürze mische ich in einem Extragefäß. Ich habe schlechte Erfahrungen mit nicht emulgiertem Tomatenmark gemacht, das verteilt sich einfach nie und brennt unten an. Daher mit ein bisschen Wasser schrittweise zu einer immer dünneren Paste rühren.

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Die Brühe in den Kocher und an schalten.

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Jammi! Das war ein super Mittagessen!

1 Cup Vollkorn Jasminreis
2 Cup Wasser
1 TL Tomatenmark
1 TL Paprikamark
1 TL Gemüsebrühpulver
1/2 TL Kräuter der Provinz
1/2 TL Oregano
1 Stängel Rosmarin, aber davon nur die Nadeln, nicht der Stängel mit zu
1 grüne Paprika, geschnitten
1 Hand voll Cherrytomaten
1/2 Dose Mais
Pfeffer
Salz (achtung, Brühe hat schon welches, vorsichtig)
1/2 TL Sambal Olek


Ich mag eigentlich keinen Vollkornreis. Der hier war der erste, der mir schmeckte. Und die Gewürzmischung hat mir auch gut gefallen.
Das Gemüse ist etwas zerkocht, das müsste nächstes Mal wohl später mit rein.

Sonntag, 29. November 2015

Bento 1234

Ich hab noch zwei Bentofotos ausm Sommer ausgegraben


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Bento ist die beste Art, Rohkost in mich rein zu kriegen. Und Karotten-Apfel-Salat. Aber dafür fehlt mir zur Zeit die Reibe.

Freitag, 13. November 2015

Treberbrot

Am Anfang stand eine gute Idee. Mein Kollege erwähnte Treber als Backzutat, was er nach eigener Aussage auch schon mehrfach erprobt hat, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

Crashkurs: Was ist Treber?
Bei der Bierherstellung wird Gerste gekeimt, dann in Backen geschrotet und dieses Schrot wird ausgekocht. Die Brühe wird vom Feststoff abfiltriert, der Feststoff verworfen und die Brühe kommt in den nächsten Bierbrauschritt. Der abfiltrierte Feststoff heißt im Brauvokabular "Treber" und beinhaltet das ganze Gerstenkorn. Und anscheinend auch noch diverse Teile irgendeiner Hülle vom Korn.

Gerade zufällig mit meinem Kollegen in der Brauerei arbeitend haben wir eine anonyme Treberspende bekommen. Die muss zu Hause dann natürlich benutzt werden!


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Da liegt der Treber auf einem der Vorteige. Das Zeug ist noch restnass, ich habe es genau so in den Teig geworfen, wie ich es aus dem Braukessel bekommen habe. Durch das Auskochen ist das Zeug schön weich.


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Das Brot selbst sieht unauffällig aus... aber jetzt möchte ich mit meiner Geschichte beginnen.

Es war einmal ein Chemiker, der von einem Brauer etwas Treber bekam. Mit mikrobiologischen Fertigkeiten erstellte der Chemiker im heimischen Labor eine Brothefeemulsion aus 120 g Weizenmehl 550, 120 g Wasser und 1 popelgroßem Stück Hefe. Daneben eine Sauerteigemulsion aus 20 g Roggensauerteiganstellgut, 120 g Roggenmehl tausendirgendwas und 120 g Wasser. Diese Emulsionen durften 36 stunden tun und lassen, was sie wollten. Danach wurden beide mit dem Treber (300 g), 6 g Hefe, 12 g Natriumchlorid und 200 g Weizenmehl 550 vereint. Der Teig wurde nach Leibeskräften geknetet, wobei auffiel, dass die Schalenstücke empfindlich die Hand des Chemikers ankratzten. Nun durfte der Teig 2 Stunden gehen, wobei sich aber nichts tat. Grummelnd gab der Chemiker 5 g Hefe nach, vielleicht vertrugen sich Treber und Hefe doch nicht so gut. Nach einer Stunde war die Gärung des Teiges weitaus besser.
Der Chemiker formte unter Fluchen, weil er sich mal wieder dumm anstellte, einen Brotlaib und legte ihn in eine Kastenform, denn nach der langen Gehzeit war die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Hefe übergärig geworden ist. Dies würde zu zertrockneten, fladenbrotartigen Broten führen, was sich durch die Verwendung einer Kastenform umgehen lässt.
Nach dem Backen bei 250 °C mit Schwaden für 10 Minuten und danach 200 °C ohne Schwaden für weitere 35 Minuten, sowie anschließender Auskühlzeit von 2 Stunden die erste Kostprobe. Geschmacksexplosion? Blieb aus. Und das Brot war zu nass, die Backzeit kann man verlängern.
Dennoch, gebacken ist gebacken. Der Chemiker aß sodann von seinem Brot, täglich, denn dazu war ein Brot da. Hier und da ärgerte das Brot den Chemiker mit seiner Existenz und pflanzte Schalenstücke tief zwischen die Zähne des Chemikers. Und nach ca. 5 Tagen stellte sich ein komisches Gefühl ein. Wie Steine im Dickdarm. Schmerzen kamen hinzu, Unlust zu essen, Schlaflosigkeit...

Damit wandert dieses Brot offiziell in die Kategorie der gescheiterten Experimente. Erst Hefeärger, dann Wasserärger und nun Bauchärger. Ich bin definitiv nicht vollkorn genug, um das Brot anständig zu verwerten und muss jetzt nach einer geeigneten Methode suchen, die Gerstenversteigerungen wieder aus dem Bauch raus zu kriegen. Ich starte mal sanft mit Pflaumen in Portwein, jam!