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Sonntag, 21. Mai 2017

Biskuitrolle mit Motiv

Das hier ist KEIN veganes Rezept. Ich habe aber noch Entwicklungsbedarf in die Richtung dieses Produktes und das Ziel wird sein, das Ding am Ende vegan herstellen zu können. Irgendwo muss ich anfangen und möchte die ganzen Gegebenheiten stufenweise durchgehen.

Und ich habe nur einen Blog für essen.



Biskuitrollen waren für mich bis vor Kurzem immer der Dämon auf der Kaffeetafel. Der größte anzunehmende Ekel von allen Gruseligkeiten, die meine Verwandtschaft auftischen kann. Schaumstoff, parfümiert mit aufdringlichem, strengem Zitronenaroma der Marke "sollte mal bei Douglas verkauft werden und fristet sein Dasein jetzt als Backaroma für Konditoreien", dazu eine Creme, bei der man nur die Hilfsstoffe schmeckt, nicht aber irgendwas, das einem gefallen mag. Das möchte man nicht auf den Hüften haben und lässt es nach zwei Gabeln auf seinem Teller liegen.

Ich habe die dämonische Zitronenrolle zum Glück schon lange nicht mehr gesehen.

Bei der Mutter einer guten Freundin gabs dann vor einiger Zeit auch eine Rolle, die aber selbst gemacht war. Es gab keine Alternative, also probierte ich aus Anstand. Und die war richtig gut! Leckerer Teig, leckere Creme, einfach so, wie man sich das rein von der Optik her vorstellen würde.

Und als ich dann Motivrollen im Internet sah, wuchs der Wunsch, das auch zu machen.





Und hier ist meine erste Rolle.

Das Tässchen ist das Zeichen für "Kakaokarten", = KartenKunst, Auflagen und Originale, eine Community für das Tauschen von originaler Kunst im Trading Card Format, hier die Website.


Hier drei Beispiele für solche Karten, natürlich von mir gemalt:





Seit meinem Umzug habe ich nur noch relativ verhalten gebacken. Ich habe zwar einen Ofen in der neuen Wohnung, jedoch ist das Zubehör eine Zumutung. Das eine ist ein "jeder Ofen-Blech" der Bauform Fettpfanne, also mit etwas höherem Rand. Das kann man hin und her schieben und es ist schon vor meinem Einzug in die Jahre gekommen. Die Vormieter haben die dadurch entstehende Lücke zwischen den beiden Blechen mit Schweinefett gestopft. Als Vegetarier und Tätiger in der Reinigungsmittelindustrie habe ich das Fett natürlich als erste Amtshandlung entfernt - wobei auch die halbe Beschichtung mit kam.
Das Blech hat in der Mitte diese Schiebekante, außen mehrere Vertiefungen für das bessere Stehen auf Flächen und ist relativ klein. Es wird da drauf also alles schief und krumm.

Ansonsten gibt es da noch ein Rost, das zwar außen den Rahmen hat, die Roststäbe aber nur die Hälfte der Fläche ausmachen. Der Rest ist einfach ein großes Loch. Das Backpapier, das da dran runter hängt, zieht oft alles mit in die Tiefe und nach der Hälfte der Backzeit darf man abbrechen und das Gebäck vom Boden des Ofens kratzen.

Da hatte ich keine Lust mehr drauf. Mein Ofen ist allerdings ein Construkta, ein abgewohntes Modell mit den Maßen der Construkta-Bosch-Siemens-Reihe, die besonder teures Zubehör haben. Will ich die nächsten 20 Jahre in der Gruppe bleiben? Das weiß ich nicht. Es muss also wieder etwas sein, das verschiebbar ist und das ich in jeden Ofen mitnehmen kann.

Und dann fing ich an, Sallys Backvideos zu schauen. Sally hat so ein Blech, wie ich es mir vorstelle. Aber im Amazon gibt es sowas auch, für weniger als die Hälfte des Preises. Die Bewertungen sind aber nicht gut und auch Sally merkt an, dass das Blech ausm Amazon viel Frust generiert, das ihr Blech nicht macht.

Eine Bestellung später habe ich jetzt also das Sally Blech und den Sally Backrahmen, mit dem die Ergebnisse wirklich so werden wie bei ihr in den Videos.


Jetzt zum Rezept. Ich habe mich da vor allem an Sallys Rezepten orientiert.

Der Teig
(Quelle von Sally)

Mustercreme:
1 Eiweiß
40 g Mehl
30 g Zucker
30 g Öl
2 TL Kakao


Teig:
3 Eier plus das übrig gebliebene Eigelb
1/2 TL Ceylonzimt
1 Schüsschen Vanilleextrakt
80 g Zucker
50 g Stärke
50 g Weizenmehl 550
1/2 TL Weinsteinbackpulver
200 g Sahne
100 g weiße Schokolade
½ TL Vanilleextrakt
5 TL Sanapart

Die Creme

(Quelle von Sally)

250 g Mascarpone
Schokobruchplatten, die man auch auf Schwarzwälder drückt


Die Mustercreme musste ich 3 Minuten bei 150 °C U/O Hitze anbacken, da mein kleines Gefrierfach das Einfrieren der Mustercreme nicht zulässt. Die habe ich mit einem Einwegspritzbeutel aufgetragen.

Den Teig dann Bereitet und drüber gestrichen, 8 Minuten bei 210 °C U/O Hitze gebacken. Ich habe leider keine Lampe mehr im Ofen und der Backrahmen verwehrt einem so jeglichen Einblick. Wahrscheinlich war das einen Ticken zu lang, jedenfalls hats dieses krasse Wabenmuster beim Abmachen des Backpapieres gerissen.

Die Creme war richtig einfach zu machen: Mascarpone kurz anschlagen, flüssige, aber nicht mehr heiße Schokolade einrühren, Vanille einrühren, Sahne einkippen (unaufgeschlagen) und Sanapart dazu machen. Die Creme ist im Geschmack sehr gut.


Danach wird die Rolle zusammen gebaut und oben auf die Cremeschicht habe ich noch den Schokobruch getan für einen kleinen Straciatellaeffekt. Das hat auch alles gut funktioniert. 





Kritik:
 1) Das Anbacken der Motivcreme führt zu einer relativ keksigen Struktur. Die löst sich dann schnell von der Rolle beim Schneiden oder grob behandeln. Durch mein Gefrierfach ist es mir aber leider nicht anders möglich, also muss das erst einmal so bleiben. Hier habe ich noch Luft nach oben.
ch ist es mir aber leider nicht anders möglich, also muss das erst einmal so bleiben. Hier habe ich noch Luft nach oben.


2) Der Eiergestank. Ich bin Gebäck ohne Ei gewohnt und habe durch das anorganisch-chemische Praktikum seither einen Ekel auf starke Gerüche, die von Schwefel in der negativen Oxidationsstufe. Der Eiergestank muss bei der nächsten Version dringend verschwinden, denn man schmeckt es auch heraus. 


3) Kalorienbombe. Am liebsten hätt ich eine leichte, lufthaltige Creme auf Basis Sojajoghurt oder sowas, die einen nicht so erschlägt wie dieses Mascarponemonster. Ja, es schmeckt gut, aber ich bekomm bauchweh. 



In der Broschüre des Sanapart ist sogar eine vegane Rolle aufgestellt.

Bei der Creme werd ich mich daran wohl orientieren, aber den Teig werde ich sicher nicht übernehmen. Da strebe ich etwas auf Basis Sojajoghurt an, der macht sehr elastische Teige, de sich gut rollen lassen. 


Generell kann man damit dann auch mal wieder backen, was ich sehr positiv finde. 

Und die Sally Metallprodukte sind wirklich sehr solide, das hat sich gelohnt!

Freitag, 25. September 2015

Süßes mit Bohnen - Kuchen / Brownies

Rote Bohnenpaste - eine japanische Süßspeisenzutat, die so wichtig ist wie hierzulande Kakao. Und sie hatte mich sofort in ihrem Bann. Seitdem bastel ich ab und an mit übrig gebliebener Bohnenmasse herum und bin jetzt auch dabei, Bohnen unter einem Schnellfindetag zu sammeln.

Der Zusammenschluss aus Bohnen und der deutschen Idee von Süßspeisen, das ist so ungefähr das, was da manchmal passiert.

Vor einiger Zeit fand ich in einem US-Blog ein Brownierezept, das auf schwarzen Bohnen basierte, so im Zuge von Protein ist toll und Weizen ist der Teufel. Das Rezept funktionierte für mich aber mal wieder vorne und hinten nicht, da ich weder fancy Zuckerersatzsachen, noch spezielle glutenfreie Mehle habe, die es hier nur für astronomische Reformhauspreise gibt. Die ganzen healthy-Zutaten ersetzte ich also durch klassische Kuchenzutaten. Und die schwarzen Bohnen habe ich inzwischen durch weiße ersetzt, da das Kochen schwarzer Bohnen einen Geruch erzeugt, dem ich nicht stand halte. Besagte Dosenbohnen sind hier ebenso schwer zu finden wie fancy Zuckerersatzstoffe.




Brownies / Kastenkuchen mit Bohnen

220 g gekochte Bohnen, püriert
Wasser*
90 g Vollkornweizenmehl
200 g Zucker (wenn möglich brauner)
40 g Kakao
1 TL Kaffeepulver (instant)
0.5 TL Salz
1 TL Weinsteinbackpulver
1 Tütchen Vanillinzucker
1 Cup Einstreukrams

* Wasser in diesem Zusammenhang mengenmäßig zu benennen ist nicht möglich. Ob du Dosenbohnen oder selbst gekochte nimmst, welche Bohnen und welche Trockenstandzeit, das alles verändert den Wassergehalt. Gib also langsam Wasser hinzu, bis eine pampige Masse, ein bisschen trockener als Rührteig entstanden ist. Wenn du schonmal Brownies gemacht hast: Die Konsistenz brauchst du.
Als Einstreu kann man Schokostücke nehmen oder wie ich in diesem Fall klein gehackte Trockenaprikosen. Glaskirschen sind auch der Hit.
Weinsteinbackpulver kannst du auch durch normales ersetzen. Ich rate dir aber dazu, ab sofort nur noch Weinsteinbackpulver für alles zu nehmen, weil das einfach besser schmeckt. Der Geschmack des Gebäcks wird reiner und man hat keinen fiesen Beigeschmack des Phosphats mehr.

Backtemperatur: 180 °C
Backzeit Brownieform: 25 - 35 min
Backzeit Back-die-hälfte-Kastenform: 45 min

Das Bohnige des Gebäcks kommt vor allem durch das Mundgefühl rüber. Es hat ein birnensteingranulatigen Effekt wie rote Bohnenpaste auch. Je nach Bohnensorte ist dieser Effekt stärker oder weniger stark. Schwarze Bohnen sind meine ich weniger granulatig als weiße Bohnen. Die Bohnen sorgen zudem dafür, dass das Gebäck nicht austrocknet und das nasse, klitschige Brownieartige gut erhalten bleibt. Fluffige Kuchen kann man hier nicht erwarten. Wer die Chocolate Truffle Torte vom Starbucks kennt, der sollte sich an deren Konsistenz erinnern, das kommt ganz gut hin.

Freitag, 18. Juli 2014

Baklava

Baklava ist eine super Erfindung, nur leider meistens mit Ei. Bei Netto gabs Yufkateig ohne Ei, da hab ich mich mal dran versucht.



Mein Rezept war *dieses hier*

Ich hatte eine Packung 400 g Yufka von Netto. Die Angabe, wie viel Teig im Rezept verwendet wird, fehlt leider gleich zu Beginn des Rezeptes. Ich habe dennoch alle übrigen Zutaten halbiert.

Der Netto-Yufka ist leider ungeeignet, denn die Balkava lassen sich auch stark durchtränkt nicht mit der Gabel zerdrücken. Man muss die Lagen einzeln von oben weg essen. Das ist zwar auch lecker, bei den obersten 5 Lagen aber sehr knusprig und ziemlich nussfrei. Außerdem finde ich, dass die Sirupmenge etwas wenig war. Aber wie gesagt, die Skalierung des Rezeptes ist eh geheim.

Generell fand ich die Balkava aber sehr lecker. Ich habe Ceylonzimt verwendet, damit werden sie sehr edel. Vielleicht such ich mal, ob ich "Tante Fanny" irgendwo finde und wiederhole das Ganze, auf dem Rezeptbild siehts ja nicht so knusprig aus wie bei mir.

Montag, 3. März 2014

Restekuchen - Mochi und Chaisirup

Zu viel Mist im Vorratsschrank! Da muss man doch was draus machen.
Heute: Chai Sirup und Klebreismehl

Aus Klebreismehl kann man Mochi machen. Aber nicht jeder hat das Talent, das richtige Rezept und die Ausdauer, nach einem ersten gescheiterten Versuch dran zu bleiben. Überdies ist die Konsistenz von Mochi doch sehr glibbrig, also nichts für mich. Auf Chefkoch gabs dann aber ein Rezept, das mein Klebreismehlproblem auf einmal löste.

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Rosa Kuchen!

Rezept: [Quelle: Originalrezept auf Chefkoch.de]

250 g Klebreismehl
1/2 Tüte Backpulver (ich empfehle Weinsteinbackpulver!)
2 TL geschrotete Leinsaat
6 EL Wasser
1 tüt Vanillezucker
150 g Zucker weiß
90 g Alsan
1 Glas abgetropfte Schattenmorellen
190 mL des Abtropfsaftes

Die Leinsaat ganz fein zu einem Mehl mörsern und mit 6 EL Wasser 10 Minuten zu einer pampigen Masse quellen lassen. Dann alle Zutaten bis auf die Kirschen zusammen rühren, in eine Springform gießen und die Kirschen darauf platzieren. 180 °C ca. 20 Minuten backen, "bis der Kuchen auf der Oberseite dunkler wird". Das Kuchen geht dabei stark auf, fällt darauf aber wieder zusammen.

Die Konsistenz ist immer noch etwas mochilastig und federt beim kauen. Aber es ist laaaaange nicht mehr so schlimm, sehr fruchtig, optisch ansprechend durch die Farbe und es vereint Kuchen und Mochi perfekt. Das klassische Backpulver schmeckte allerdings extrem hart raus, daher würde ich zu Weinsteinbackpulver raten. Der Kuchen ist so gut, ich würd glatt wieder neues Klebreismehl kaufen :)

Sicher auch toll in lila mit Blaubeeren.



Eine andere Schrankleiche war Chai Sirup, gekocht nach diesem Rezept, zusätzlich mit Fructose gegens Kristallisieren versetzt. Ist mir inzwischen aber zu süß als Getränk. Also was machen? In anderen Ländern übergießt man Kuchen mit Sirup. Also dann.

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Als Kuchen nahm ich dieses Rezept [Quelle mal wieder Chefkoch].

300 g Mehl
250 mL Reismilch
150 g Zucker
150 g Öl
1/2 Tütchen Backpulver
1 Tütchen Vanillezucker
1 Hand voll grob gehackte Mandeln


Die Zuckermenge ist reduziert, weil der Sirup ja wieder rauf muss. Den Teig rühren, einformen, bei 200 °C hab ich ihn ca. 35 min im Googlehupf backen lassen, dann auskühlen lassen. Kalt mit Sirup übergießen und die nicht erreichbaren Stellen mit einem Backpinsel nachhelfen.
So habe ich ihn über Nacht durchziehen lassen, in Frischhaltefolie gewickelt und am nächsten Tag mit in die Uni genommen. Alle waren begeistert. Und ich war überascht, dass man "ohne Ei" wirklich nicht schmeckt.

Ich habe noch ein halbes Glas Sirup, darauf freu ich mich schon!

Samstag, 11. Januar 2014

Avocado Tarte

Es gibt eine Reihe Süßes, das auf eigentlich Nichtsüßem basiert. Süßes Bohnenmus, Kürbistartes, Sauerkrautschokokuchen, Zucchinikuchen, ...
Klingt erst mal auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig. Meistens schmeckt man diese Grundzutat dann gar nicht mehr durch, sondern nur noch den Geschmack, der aufdiktiert wurde. Mir wurde dann dieses Rezept zugetragen, welches in die gleiche Kathegorie gehört. Avocado als Basis für Schokomousse hab ich schon häufiger gesehen, aber nie probiert. Ich hatte zufällig alles da und die Optik sprach mich so sehr an, dass ichs ausprobieren musste. Den Boden hab ich aber abgewandelt.


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Der Boden ist ein wenig zickig, aber wenn er erst mal in der Form ist, ist auch Ruhe. Man darf nur nicht vom Rand ins Zentrum streichen, sondern nur vom Zentrum zum Rand.

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Das Rezept aus dem Blog habe ich halbiert und damit zwei kleine Tartes raus bekommen.

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Im Kühlschrank muss vor allem der Boden durchkühlen und dann lässt sich die komplette Tarte mit Vorsicht aus der Form nehmen. Optisch gefällt sie mir sehr gut.

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Kommen wir zu den inneren Werten: Man schmeckt die Avocado definitiv durch. Und auch dieses super üppige, cremige, welche die Optik einem verspricht, kann die Creme nicht halten. Klar, wie auch? Es ist keine Creme, die hauptsächlich aus Fett besteht, sondern auch viel Wasser enthält. Es ist wie Nutella erwarten, aber Milkaphiladelphia bekommen.

Da ich Avocados aber sehr mag, finde ich das nicht schlimm, dass sie noch durchscheinen. Das viele Wasser führt letztendlich dazu, dass man nicht das Ausbleiben des Völlegefühls nach einem fetten Stück Cremetorte hat, sondern dass man einfach mehr isst, bis es dann doch einsetzt.

Letztendlich mag ich Avocados mit Salz und Pfeffer auf Knäcke aber lieber als mit Kakao und Zucker auf Nougatzwieback, daher bleibt das eine einmalige Sache. Wenn auch sehr interessant.

Rezept:

Boden:
7 Zwieback (ohne Milch)
5-6 TL Nougatmasse oder Nussnougatbrotaufstrich

Füllung:
1 Avocado
1 doll gehäufter EL Kakao
2 EL Zucker
1 Msp Vanillepulver
1 Msp Zimt
1 pr. NaCl
1 TL Kokosöl

Den Zwieback in einen Gefrierbeutel füllen und mit einem Nudelholz bis zur groben Paniermehlstufe zerkleinern. Das Nougat oder die Frühstückscreme in einem Wasserbad erwärmen und unter die Zwiebackkrümel kneten. Die mit Frischhaltefolie ausgelebte Tarteform nun mit dieser Masse füllen und sie am Boden und am Rand fest drücken. Für die Füllung die Avocado aus der Schale kratzen, in pürierstabgerechte Stücke schneiden. Die übrigen Zutaten dazu geben und zu einer glatten Masse pürieren. Nochmal überprüfen, ob Zucker und Zimt dem eigenen Geschmack entsprechen und bei Gefallen auf die Tarteformen aufteilen. Beim Glatt streichen immer von der Mitte nach außen, sonst bröckelt der Boden in die Mitte. Die Tartes kalt stellen, damit das Nougat erstarrt und dem Ganzen halt gibt. Danach können sie rausgehoben und serviert werden.

Sonntag, 10. November 2013

Cakepops

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Cakepops? Nette Spielerei, aber eigentlich möchte ich nur die Küchenmaschine gewinnen. Wir haben einen Küchenkram-Klamotten-englische Essenssachen-Badezimmer Laden und der richtet ein Gewinnspiel aus, an dem man mit einem Foto seiner Cakepops teilnehmen kann. Und das tu ich hiermit.

Genau genommen wollen sie, dass man mit Kuchenbällchen mit Schokolade überzogen mitmacht, da sie stark ihren Cakepopmaker anpreisen. Aber richtige Cakepops sind eigentlich Cupcakes ohne Streusel in den Mixer gesteckt, mit Schokolade überzogen und Streusel oben drauf. Also Frosting und Kuchen in einem. Daher sehe ich den Cakepopmaker als Zeichen des Nichtverstehens der Idee dahinter und habs lieber klassisch gemacht.

Ich hatte noch etwas "Sahne" übrig, daher kann ich da keine gute Angabe machen...

Ich habe diesen Kuchen in einer Kastenform gebacken und in meine übrige Sahne gebröselt. Die Sahne ist Kokossahne von Soyatoo. Dazu habe ich 2-3 TL Ceylonzimt und 1 TL Kassiazimt gegeben. Hieraus stellt man eine homogene Masse her, rollt sie zu Bällchen und stellt sie in den Kühlschrank. Dann habe ich 200 g schwarze Kuvertüre gehackt und im Wasserbad geschmolzen.
Ein Cakepopstil wird in die Kuvertüre gesteckt, dann in ein Bällchen. Das Bällchen am Stil wird in die Schokolade getaucht und abgeklopft, dann schnell mit Streuseln bestreut.

Ich habe 8 klassische Cakepops gemacht, den Rest der Kugeln habe ich mit zwei Gabeln in der Kuvertüre gewälzt und auf ein Backpapier gesetzt, ohne Streusel. Wenn man alle zu Cakepops machen will, braucht man mehr Schokolade, mehr Zeit, mehr Willen und darf nicht die ganze Zeit so gierig gucken.

Irgendwie ist mir der Zimt trotzdem noch etwas zu schwach. Und wahrscheinlich sind die rosa Dekosachen mit Karminsäure gefärbt. Ich hatte den Kram noch immer und habe vor Ewigkeiten die Packung weggeworfen. Aber eigentlich will ich ja auch nur die Küchenmaschine.

Die Torte besteht übrigens aus Seife.

Samstag, 27. Juli 2013

Naschi bei Wärme

Schokolade im Hochsommer? Läuft so dahin und schmeckt auch nicht so toll. Aber irgendwie ist das Bedürfnis nach Süßem ja schon da. Neben den typischen zig Obstvariationen mag ich auch gerne:


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Erdbeermaulwurfkuchen und Heidelbeermaulwurfkuchen
Mega unfotogen, aber superlecker. Bisquitboden und darauf Soyatoo Kokossahne mit 1 Tütchen Vanillinzucker und 2 Tütchen Sahnesteif. Immer wenn die Heidelbeerzeit naht, muss ich an diesen Kuchen denken.
Dies ist meine Alternative zum typischen Glibberkuchen (weißer Bisquit, Frucht, Tortenguss), den ich einerseits wegen des langweiligen Bodens nicht mag, vor allem aber auch wegen der Glibberschicht.

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Kandierter Ingwer

Warum ich das nicht schon früher probiert habe, liegt nur an meinem Geiz. Ich liebe Ingwer! Und von jedem Hersteller schmecken die Teile ein wenig verschieden, daher muss jede neue Sorte, der ich über den Weg laufe, sofort mit. Bisherige Favoriten sind im Trockenfrucht- und Nussregal der Hersteller mit den roten Tüten, da sind die Stücke sehr weich, süß und lieblich. Wenig Schärfe. Und die von Alnatura sind auch nicht schlecht, charakteristische Seifigkeit, Schärfe, aber auch weich. Die von Rossmann sind leider etwas faserig, ansonsten scharf, aber nicht seifig. Und die von Gewürzmayer hab ich noch nicht geöffnet.

Dienstag, 14. Mai 2013

Crumble mit Pflaumen und Ingwer

Ich kannte "Crumble" vorher gar nicht, aber in meinem Kochbuch[1] sah es nett aus und es gab eine Version mit Ingwer und Pflaumen. Hmmm!


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Ich habe mich jetzt nicht informiert, ob Crumble aus England oder den Staaten kommt, aber ich tippe stark auf England, denn für die Staaten ist zu viel echtes Obst, zu wenig Zucker und zu wenig Fett enthalten.

In Deutschland tauchen immer wieder komische Gestalten auf, die den Boden beim Käsekuchen verschmähen, sodass es extra Rezepte gibt, die das Beste am Käsekuchen weglassen. So ungefär darf man sich dies auch vorstellen: Wie einen Früchtestreuselkuchen, bei dem sich jemand vor dem Boden ekelte oder schlicht zu faul für ihn war. Dafür wird dann etwas mehr Wert auf die Streusel gelegt, die enthalten nicht nur Zucker, Mehl und Fett, sondern auch noch Nüsse und Mandeln, Gewürze oder sonstige fancy Sachen.

Rezept[1]:
5 Pflaumen
1 geschältes daumengroßes Ingwerstück
3 EL Rum
30 g Mandelmehl
70 g Dinkelvollkornmehl
50 g Rohrzucker
2-3 EL Kokosfett (nicht Palmin)
1-2 TL Sonnenblumenöl
1 TL Zimt

Pflaumen in Viertel oder Sechstel schneiden, Ingwer in Würfelchen. In eine Auflaufform geben und mit dem Rum übergießen.

Die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und 1 Minute in der Mikrowelle erhitzen. Wenn sich das Kokosfett immer noch nicht dazu herablässt, sich in die Feststoffe kneten zu lassen, mit weiteren Mikrowellenstrahlen drohen. Bleibt die Störrigkeit, diese Drohung wahr machen. Es muss eine streuselartige Masse entstehen, die nicht supertoll backt, aber auch nicht zu wenig.
Die wird dann über das Obst gestreuselt und das Ganze bei 200 °C ungefär 40 min gebacken.

Original sollte kalte Butter verwendet werden, aber ich hatte kein Butterersatz (Alsan) mehr da. Da Kokos zu hart, Öl aber zu flüssig ist, habe ich eine Mischung aus beiden in die Streusel geknetet.
Original war der Ingwer auch kandiert und es gab Walnussstückchen, die ich vergessen habe. Und original waren auch noch andere Dinge anders. Meine Umrechnung stimmt auch nicht so ganz, ich hatte das Rezept halbiert, war aber zu faul, korrekt zu rechnen und hab geschätzt.

Wird auf jeden Fall wieder gemacht! Das hat Suchtpotential.

[1] Vegetarisch! Das Goldene von GU, 4. Aufl 2011, S. 480 

Samstag, 14. Juli 2012

Mohnstreuselkuchen

Eines meiner Lieblingsrezepte für Kuchen ist Mohnstreuselkuchen. Lafer hat eines in seinem Dessertrezeptbuch, welches ich aber nie 1:1 nachbacken konnte, alleine schon deswegen, weil ich keine Ahnung habe, was "Vanillecreme" sein soll. Dann noch wird Mohnfix verwendet, was definitiv nichts für mich ist, weil es zu wenig Mohn und zu viel Streckmittel enthält.

Meine unvegane Version mochte ich aber immer sehr gerne. Und der Kuchen bietet sich auch an, sich veganisieren zu lassen.


Photobucket

Da ich sinnvolle Kuchenformen wie Blech und sowas nicht besitze, habe ich ihn in Tarteförmchen gebacken.


Der Kuchen hat 3 Phasen und ist für ein ganzes Blech ausgelegt.

Teig:
75 mL lauwarme Pflanzenmilch (Ich nahm Sojareismilch)
30 g Zucker
330 g (300 + 30) Mehl
15 g Hefe (ich hab leider keine Ahnung, was damit gemeint ist und werf einfach irgendwieviel rein. Ob frisch oder Tüte ist mir dabei auch egal)
1 pr NaCl
50 g Alsan
2 TL Sojamehl
ca. 40 mL oder mehr H2O

Aus Milch + 15g Zucker + 30 g Mehl + Hefe einen Vorteig machen und in den Wärmeschrank stellen. Du hast keinen Wärmeschrank? Schau mal zur Mikrowelle, mach die 3 Minuten leer an und halt die Hand rein. Jetzt hast du einen Wärmeschrank.
Nach ca. 30 oder 45 Minuten ist daraus eine fluffige Paste geworden. Nun 300 g Mehl, 15 g Zucker, NaCl, Alsan, Sojamehl und H2O dazugeben, mixen und zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zurück in den Wärmeschrank und erst mal 30 Minuten Minecraft spielen. Danach mit der Füllung anfangen.

Mohnfüllung:
500 mL Pflanzenmilch
150 g Zucker
1 Tüte Vanillinzucker
2 Tüten (=80g) Vanillepuddingpulver oder Stärke
6 TL Sojamehl (optional, ich wollte damit Bindung hervorrufen)
360 g Mohn, gewaschen (bei meinem sind immer Steine drin)
1/2 TL gemahlene Vanille (Erbstück, optional)

2-3 EL Milch in einem Tässchen mit Puddingpulver/Stärke und Sojamehl aufschlämmen, bis es eine glatte Masse ergibt. Den Rest der Milch mit Zucker, Vanille und Vanillinzucker aufkochen, bis es so eben siedet. Den Topf von der Platte nehmen und den Stärkeschlamm rührenderweise (!) unterarbeiten. Wenn mans reinhaut und dann rührt, entstehen komische Klumpen, die man nur durch einen Mixstab wieder homogenisieren kann, ich kenn mich da aus. Oder sagen wir, ich hoffe, dass es nicht passiert, wenn mans richtig macht. Bei normalem Pudding klappt das ja auch.
Den gewaschenen Mohn dazu geben und die Pampe bei Seite stellen.

Streusel:
150 g Mehl
75 g Zucker
120 g Alsan, weich
1 Tüte Vanillinzucker

Mit einem Esslöffel ineinander kneten. Oder mit den Fingern, wer mag. Aber das Rührgerät kann das nicht.


Kuchen zusammenbauen:
Der Teig wird aus der Mikrowelle geholt und ausgerollt, sodass er auf das Blech passt. Darauf wird die Mohnpampe gestichen und darauf die Streusel verteilt. Wenn man jetzt schon wieder Minecraft vermisst, geht man am besten nochmal 10 Minuten spielen, in der Zeit geht der Teig noch etwas auf, bevor er gebacken wird, was einen besseren Boden hervorrufen kann.

Backen: 170 °C 20 - 60 Minuten nach Gefühl, das nie vorhanden ist. Es gibt einfach kein Anzeichen dafür, dass der Kuchen durch ist. Ich nehm ihn raus, wenn der an der Seite hochguckende Hefeteig langsam braun wird. So Latte Macchiatobraun.