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Mittwoch, 6. Februar 2019

Aufs Brot: Sambal Olek Aufstrich und Hummus aus weißen Bohnen

Brotaufstriche in diesen kleinen Gläschen gibts inzwischen zwar überall, aber nicht immer erfüllen sie das, was ich von ihnen erwarte. Sie könnten weniger Sonnenblumenfett enthalten, weniger schnell leer sein, nicht so viel Glasmüll produzieren und die Tomatensorte dürfte mir endlich auch mal gut schmecken. Die scharfen Sorten dürfen gerne auch mal wirklich scharf sein. Etwas mehr Proteinanteil mag man auch auch wünschen. Da hilft nur eines: Selber machen.

Der Vorteil an selber machen ist dann auch entsprechend die Menge. Endlich hat man genug davon da und man braucht kein schlechtes Gewissen haben, wenn man Anteile davon in eine Soße verkocht, war schließlich nicht so sündhaft teuer wie die Aufstriche aus den Gläschen.

Beide Aufstriche sind auf Basis weißer Bohnen. Diese lassen sich relativ schnell im Gegensatz zu schwarzen Bohnen oder Kichererbsen verarbeiten und sie haben relativ wenig Eigengeschmack, was sie ideal als Trägersubstanz neuer Geschmäcker macht. Außerdem ist die pürierte Konsistenz sehr feincremig und zeigt nicht diese kratzige Stückigkeit von Kichererbsen auf. Auch im Farbergebnis sind sie besser, man könnte sogar Problemfarben wie blau und Violett aufbringen.

Für beide Aufstriche zusammen (es ist nicht die gesamte Menge abgebildet, ich lagere sie eigentlich in größeren Boxen im Kühlschrank) habe ich 250 g trockene weiße Bohnen ein paar Stunden in Wasser vorgeweicht. Das Einweichwasser abgießen, kurz mit Wasser abbrausen und die Bohnen dann in einem Dampfkochtopf mit ca. 1L Wasser entsprechend dem Volumen der gequollenen Bohnen kochen. Nach 20 - 30 Minuten sind sie fertig. Über ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.





Sambal Olek Aufstrich auf Basis weißer Bohnen ist eine Weiterentwicklung meiner Eigenkreation Sambal Olek Aufstrich auf Tofubasis. Das Rezept hatte ich schon in diesem Blog. Wer den Morgen nicht mit Sojaprodukten starten darf, für den ist das weiße Bohnen Rezept eine gute Alternative. 


Sambal Olek Aufstrich

300 g gekochte weiße Bohnen
4 EL Olivenöl
3 TL Sambal Olek
3 EL Tomatenmark
3 EL japanische Sojasoße
1 EL Kräuter der Provence
1,25 TL Salz

Die Zutaten miteinander pürieren. Beim Sambal Olek etwas aufpassen: Wer es nicht so scharf mag sollte mit deutlich weniger starten. 





Hummus aus weißen Bohnen

Die restlichen gekochten weißen Bohnen
5 EL Olivenöl
50 g Tahin
3-4 EL Limettensaft
1 Knoblauchzehe (meine war fermentiert)
1 TL Paprikamark
0.75 TL Kurkuma für die Farbe
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 TL Salz

Alle Zutaten miteinander pürieren. 
Hummus aus weißen Bohnen hat natürlich einen anderen Charakter als das Original aus Kichererbsen. Es ist sanfter und feiner und die gewisse Schwefelnote ist deutlich schwächer ausgeprägt. Ab und an bevorzuge ich diese Variante. 

Schmeckt nicht nur auf Brot, meistens verschwindet der größte Anteil mit Gurkensticks bei mir.


Donnerstag, 17. Januar 2019

Radish Kimchi - fermentierte Radieschen

Radieschen, das ist für mich lange ein Problem gewesen. Ich mag Radieschen, aber nicht jeden 2ten Tag ein ganzes Bund, das ist einfach zu viel. Und manchmal fielen die einfach an, dann wurden sie immer mehr und mehr. Eine Lösung musste her.

Zuerst kommen wir zur Radieschenlösung, danach dazu, wieso das eigentlich passiert ist.



3 Bund Radieschen
2 EL Salz

4 Frühlingszwiebeln

0,5 TL Zucker
0,5 TL Salz
0,5 süßer Apfel
2 EL Gochu Garu (koreanische Chiliflocken)
3 Knoblauchzehen
das gleiche Volumen an Ingwer
1 kleine Zwiebel
1 EL Sojasoße
Wasser

Zuerst versuchte ich mich am Rezept von Maangchi für Radish Kimchi zu orientieren, aber dann wusste ich mal wieder alles besser. Was meistens dazu führt, dass es in die Hose geht. Diesmal zum Glück nicht.
Die Radieschen waschen, putzen und vierteln oder achteln, je nachdem, ob es Kügelchen oder ganze Planeten an Radieschen sind. Die dann halbwegs trocken gut mit Salz behandeln, 1 h einwirken lassen. Bei Chinakohl macht man das für die Entwässerung. Danach fiel mir siedend heiß ein, dass man Radieschenviertel gar nicht auspressen kann, darauf habe ich sie 2x mit Wasser gewaschen und probiert. Leider hatten sie das Salz schon so stark aufgenommen, dass sie versalzen schmeckten. Aber der gute Chemier weiß: Das gibt sich wieder. Der osmotische Druck gleicht sich aus. Wenn die Flüssigkeit außen rum etwas zu wenig Salz hat, wird sich das Radieschen wieder entsalzen. 
Die gewaschenen Radieschen kommen dann in ein Fermentierbehältnis, geschnittene Frühlingszwiebel dazu und ein Püree aus Zucker, 0,5 TL Salz, halber süßer Apfel, Gochu Garu, Knoblauchzehen, das gleiche Volumen an Ingwer, 1 kleine Zwiebel und 1 EL Sojasoße darüber. Das war dann alles relativ trocken, wo wir doch wissen, dass Lactobazillen nicht die am besten begeißelten Bakterien sind. Meistens haben sie gar keine Geißeln. Die brauchen immer etwas Schwimmhilfe, daher habe ich das Ganze mit Wasser aufgegossen und das Püree um mindestens das halbe Volumen verdoppelt.

Verschlossen dann 5 Tage bei Raumtemperatur fermentiert, danach noch mindestens 24 h im Kühlschrank stehen lassen, bevor probiert wird.

Der Geschmack ergab sich als besonders herausragend, richtig gut! Gerne ein Schälchen zum Abendessen, oder auch mal als kaltes Topping auf Reis, ein absoluter Genuss. So macht es Spaß, viele Radieschen zu kaufen.
Die böse Schärfe verlieren sie und die starke Knackigkeit verschwindet auch. Die Konsistenz wird deutlich weicher, aber nicht matschig. Insgesamt ist das Radieschenkimchi sehr saftig.

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Jetzt aber zum Wieso passiert das eigentlich bei mir, dass ich dauernd Radieschen kaufe, obwohl ich keine brauche? Nun, ich interessiere mich für das Grün der Pflanze, die Knollen sind mir eigentlich egal. In Brasilien gab es in einem Hotel einen "Detox Saft", so ein fahles grünes Zeug, das mein Kollege ganz eklig fand, ich aber sofort liebte. Es hatte eine freche Süße, die von einer Säure unterstützt wurde und dazu irgendwas grünes im Geschmack hatte. Dazu eine heftige Bitterkeit, nur für Kenner. So ein Kenner bin ich. Und in Deutschland gibt es sowas nicht. Durch Zufall entdeckte ich die extrem hohe Ähnlichkeit des Geschmacks zu püriertem Radieschenblatt. 


Schön an Radieschenblatt ist auch, dass es die Farbe über 2-3 Tage hält. Keine braunen "Green Smoothies". 

Nach einigen Experimenten habe ich den Saft so hingebaut, dass er sogar besser als das brasilianische Original ist. Aber vorsichtig bei dieser Aussage, er ist dabei eben auch deutlich bitterer und brennt mehr auf der Zunge. 

1 Bund Radieschengrün
etwas Wasser
0,5 vorderstes Daumen-bis-Gelenk-Stück großer Ingwer
Maracujanektar

Mit etwas Wasser oder schon etwas Saft die gut gewaschenen Radieschenblätter im Hochleistungsmixer pürieren. Meiner hat dafür eine "Green Smoothie" Funktion.

Je mehr Maracuja rein kommt, desto leckerer wird es quasi. Allerdings sollte sich der Maracujaanteil möglichst gering halten lassen, lieber etwas mehr Wasser dazu. Denn Säfte sind wie direkte Zuckerspritzen ins Blut und trotz ihres guten Rufes leider nicht besonders gesund für die Zuckergesundheit. Nur Radieschengrün schmeckt aber nicht.
Mit dem richtigen Mischungsverhältnis hat man daraus dann bis zu 750 mL Sääft gemacht, den man über 2 Tage verteilt zur Arbeit mitnehmen kann.  

Variation: Mit Orangensaft oder "Frühstückssaft" vom Lidl geht das auch wunderbar. Allerdings muss die Mixtur zwingend 10 Stunden im Kühlschrank stehen, weil in dem Mix noch etwas Alchemie passiert, während Maracuja direkt danach das volle Aroma bereit stellt.

Auch mit Stangensellerie dazu gemixt ergeben sich Kombinationen, bei denen man den Saftgehalt noch etwas senken kann. Und manchmal nehme ich Spinat statt Radieschenblatt mangels Verfügbarkeit von wirklich frischem Grün. Der Spinat wird allerdings über Nacht braun, das sieht dann nicht mehr so detox aus. Das Auge trinkt ja mit.


Da wirklich frisches Radieschengrün nicht immer erhältlich ist, ist es gerade spannend, 3-5 Bund zu kaufen und alle auf einmal zu verarbeiten. Einen großen Topf Kimchi machen und das Blatt schon fertig pürieren mit Ingwer und Wasser, dann in Silikonförmchen einfrieren. So ist immer etwas Grün vorhanden, auch wenn der Supermarkt heute nur vetrocknete Blätter hat. 


Mittwoch, 6. Januar 2016

Hummus

Schon so lange begleitet mich dieses Rezept, es ist das einzige in meinem Kochbuch mit post it Schnellfinder. Aber immer noch fehlen das Rezept und ein anständiges Foto für meinen Blog. Hiermit wird das nun geändert.



Hummus lässt sich als Brotaufstrich benutzen, als Dip für Gemüsesticks oder einfach zum so weglöffeln. Ich gehöre eher zur Süßigkeitenfraktion, die man mit Gemüsesticks Bäume hoch jagen kann. Sobald man aber einen anständigen Dip dabei hat, klettere ich auch wieder vom Baum herunter und esse mit Begeisterung. Dieser Hummus vermag die magische Tat zu tun.

250 g gekochte Kichererbsen
0,1 – 1 Knoblauchzehe
3-4 EL Limettensaft
2 EL Olivenöl
75 g Tahin
1 TL Kreuzkümmel
½ TL Paprika edelsüß
½ TL Kurkuma (für eine bessere Farbe, das ist so nicht original)
Ca. 1 TL Salz
Pfeffer
Evtl Wasser, um die Konsistenz einzustellen

Ich habe den Umrechnungsfaktor von getrocknete zu gekochte Kiechererbsen leider nie ermittelt. Ich fülle eine große Müslischüssel halb mit trockenen Kiechererbsen, fülle diese randvoll mit Wasser und lass sie 12 – 24 Stunden im Kühlschrank quellen. Danach wasche ich sie kurz (Stickwort Raffinose rauswaschen, die macht Blähbauch und jedes bisschen weniger hilft das zu verhindern) und gebe sie 1:2 mit Wasser in einen Schnellkochtopf. Ist Stufe 2 erreicht, lasse ich sie 45 Minuten kochen, Topf auskühlen, abgießen, auskühlen bis handwarm. Die lassen sich auch am nächsten Tag noch verarbeiten, wenns jetzt knapp geworden ist.

Davon fülle ich 2/3 in eine pürierfähige Plastikschüssel, das letzte Drittel behalte ich für Übersalzenfehler zurück. Tritt der Übersalzenfehler nicht ein, koch ich damit anderes Essen. In die Schüssel kommen jetzt die übrigen Zutaten, die Knoblauchzehe dabei gepresst. Ich püriere die Erbsen homogen und stell dann die gewünschte Konsistenz mit Wasser ein. Da die Masse später noch nachzieht, kann es sein, dass man am nächsten Tag nochmal Wasser dazu geben muss.

Dose: Man kann auch Dosenkiechererbsen verwenden. Ich schleppe nicht gerne Dosen und mag die Dosenerbsen hierfür auch geschmacklich nicht gerne. Das selbst kochen lohnt sich wirklich, der Geschmack ist anders. Außerdem enthalten Dosenkiechererbsen warum auch immer so viel Raffinose, dass man mehr Bauchschmerzen davon bekommt, als wenn man sie selber kocht.

Kreuzkümmel: Es gibt verschiedene Pflanzensorten Kreuzkümmel, deren Saat verschieden schmeckt. Das ist auf dem Etikett aber nie aufgedruckt. Es kann also sein, dass mein Hummus ganz anders als deines schmeckt, weil wir verschiedene Sorten erwischt haben. Der Kreuzkümmel ist hier die Hauptgeschmackskomponente. Erwischt man da einen, der einem nicht passt, sollte man dies durch Wechseln des Gewürzhändlers korrigieren. Den Fall hatte ich auch schon und habe den „schlechten“ Kreuzkümmel dann mit „gutem“ gestreckt, dann passte es wieder und ich hab nichts weggeworfen.

Limette: Falls nicht vorhanden, nimmst du Zitrone. Die Limette gibt so einen besonderen Jamie Oliver Frischekick, Zitrone dürfte eher klassisch sein.

Paprikapulver: Ich weiß nicht, ob das so original ist. Es gibt in der Türkei Paprikamark, welches einen unglaublich tollen Geschmack hat. Dieses verwende ich lieber als das Pulver, aber essentiell ist das jetzt nicht. Wenn du Mark hast, probiers mal aus.


Montag, 24. August 2015

Vegane Teewurst...?

Ich mag nicht leugnen, dass ich auf die vegane Alternative zur Rügenwalder Pommersche warte. Und weit weg ist die Teewurst ja auch nicht. In meinem frühen Leben hatte ich Anfälle, wo ich nur die billige Teewurst von Aldi aufm Brot aß, sonst nichts. Und wenn mir dann so ein produkt in vegan über den Weg läuft, dann platze ich wie ein Vulkan, dann muss die Neugier raus und das Produkt in den Wagen.

Ich hatte auch schon Tartex "Wie Teewurst", was mich maßlos enttäuschte. Ich möchte es Tartex "Wie der Geschmack, der universell beim Dosen autoklavieren entsteht" nennen.

Die Leute von Edeka haben aber diesen Plastikdarm dazu getan. Vielleicht ists ja der Plastikgeschmack, der die Teewurst damals aus machte.



Weckt Erinnerungen.




Sieht gar nicht mal schlecht aus.

Und welche Note gibt es dafür für Edeka? Schulnote 5, weil die Optik stimmt. Alles andere stimmt nicht. Geschmack? Vergessen, einzubauen. Konsistenz? Brockig. Brauchbarkeit? Daher leider keine.

Ich hatte darauf gehofft, wenigens eine anständige Hefepaste wie Tartex Delikatess zu bekommen. Aber weit gefehlt, das hier ist Paste ohne Alles.

Passt aber zum Brot, das ist von einem Bäcker, dessen letzte Chance dieses Brot war. Leider auch damit haushoch durchgefallen. Wenn die Brotlegebatterien von Netto am nächsten Morgen, wo die Vergesserlinge vom Vormorgen versehentlich noch drinne lagen, besser sind, als Frisches von diesem Bäcker, dann stinkt das aber gewaltig. Der verkauft jedenfalls nichts mehr an mich. Und die Edeka Leberwurst werde ich auch nicht ausprobieren. Neugier ist ausverkauft.

Samstag, 9. November 2013

Müsli, selbst gemixt, abgestimmt auf Reismilch

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Ich esse wochentags jeden Morgen Müsli. Zuerst habe ich das mit Joghurt gemacht, dann hab ich mal Sojajoghurt ausprobiert, probierte ein Amaranthmüsli aus und merkte, dass das mit Joghurt nicht so gut schmeckt. Stieg also auf Sojareismilch um und letztendlich auf Reismilch, seitdem ich der Meinung bin, dass Soja eine Immunreaktion bei mir auslöst.

Reismilch hat für Morgens-Süß-Muffel den Nachteil, dass sie sehr süß ist. Dementsprechend muss das Müsli an sich relativ neutral sein. Das können nur wenige Hersteller leisten, zum Beispiel viele Sorten von Seitenbacher, wenige Sorten von Kölln oder aber Müslis von Mymüsli. Da MyMüsli bei meinem Durchsatz sehr teuer ist, habe ich mir die Rosinen aus allen Müslis rausgepickt, die ich bisher hatte und nun mein persönliches Lieblingsmüsli zusammen gestellt. Das nutze ich nun seit einigen Monaten.



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Enthalten sind:

1/3 Tüte Grobe Haferflocken
1/3 Tüte Reisflocken (die von Alnatura sind schön knusprig. Ich hatte auch klassischere, die werden schnell pampig)
1/2 Tüte Amaranth
1/3 Tüte Kokosschips
1 Hand voll Mandeln mit Haut
1/2 Hand voll Cashews
1 Hand voll Korinthen und/oder Sultaninen
1 Hand voll in Stückchen geschnittene Trockenfrüchte (hier vor allem ungeschwefelte Aprikosen)
1/4 Hand voll in Stückchen geschnittener kandierter Ingwer
2 TL Ceylon Zimt
1 TL Kassia Zimt

Das mit dem Ingwer war eigentlich nur eine Verklappungsmethode. Ich hatte welchen erwischt, den man roh nur unter Würgen essen konnte und dachte mir, die paar Stückchen im Müsli fallen nicht auf. Ist auch so. Je besser der Ingwer, desto mehr kann natürlich auch rein.

Ceylonzimt ist etwas schwach auf der Brust, daher habe ich ihn mit etwas Kassiazimt unterstützt. Generell ist Ceylon aber eleganter.

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Ich glaub, bis auf den Kassiazimt bekommt man alles in diesem Müsli bei Alnatura. Das meiste habe ich jedenfalls da her. Aber Kassiazimt bekommt ihr überall anderswo, das ist der billige, wo einfach "Zimt" drauf steht.
Mein Ingwer kommt aber nicht von Alnatura, sonst hätte er den Weg ins Müsli nicht überlebt. Ich mag deren Ingwer sehr gerne. Der, den ich nicht mag, kommt von einem Hartdiscounter, ich weiß nicht mehr genau, welcher.

Montag, 21. Oktober 2013

Aufs Brot: Lavendelcreme aus Bohnen

Schon wieder Bohnen!


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Ich mache meine deftigen Aufstriche gerne selbst aus Bohnen, die ich als Ersatz für Tofu verwende. Damit dann die im Bioladen bekannten Sorten nachbauen ist zwar ok, aber fühlt sich etwas unkreativ und 1000 mal gegessen an.

Zu meiner unkreativen Verteidigung, und weil ich Quellenangaben für sehr wichtig halte, muss ich erwähnen, dass ich das Rezept nicht selbst gemacht habe, sondern mal wieder aus dem Chefkocharchiv entnommen habe.

Rezept: [Quelle: Chefkoch]

150 g Bohnen
0.5 ausgepresste Limette
1 Gläschen Orangensaft
1 Schuss Olivenöl
Rosmarin, gehackte Nadeln
1 TL Lavendel, getrocknet
Salz, Pfeffer


Das mit dem Lavendel ist mal was anderes. Allerdings ziehen die gut nach und inzwischen ist die Creme schon ziemlich stark lavendellastig, da braucht man Brot mit starkem Eigengeschmack, das da ein bisschen gegenan stinken kann. Generell schmeckt das aber sehr fein und unerwartet.

Montag, 13. Mai 2013

Kiwipop

Ein Rezept aus einem Buch, das mir zu teuer ist und ich deswegen nicht kaufen werde. Und abgewandelt. Hier ist der Kiwipop!


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Das Originalrezept funktioniert mit Sojajoghurt. Ich hätte auch welchen verwendet, aber aus gesundheitlichen Gründen muss ich nun Soja durch andere Ersatzprodukte ersetzen. Und der einzige Ersatz zu Sojajoghurt ist leider Kuhjoghurt. 

Zutaten:

2 Kiwis
130 g Joghurt
1 Hand voll gepoppter Amaranth
Agavendicksaft
Löwenzahnhonig
Kokossirup
2 msp gemahlene Vanille
Spinatpulver
Tomatenpulver
1 EL Kokosflocken

Die weiße Schicht besteht aus dem Joghurt, dem Amaranth, 1 TL Kokossirup, 1 TL Agavendicksaft.
Die grüne Schicht aus den Kiwis, 1 TL Löwenzahnhonig, Vanille und 1/2 TL Agavendicksaft.
Das Topping aus einem Schüsschen Agavendicksaft, Kokosflocken und Spinatpulver für die Farbe.
Tomatenpulver ist nochmal oben rauf gestreut, um das rote Dekor des Geschirrs aufzunehmen.

Das Original funktioniert mit Himbeeren und weniger verschiedenen Zuckerpanschen, nachzulesen hier.

Geschmeckt hat es ganz ok. Ich finde aber nicht, dass gepuffter Amaranth so gut mit Joghurt zusammen funktioniert. Es ergibt eine ganz komische Breimasse von eigenartigem Mundgefühl a la "geflockte Milch". Das fiel mir damals schon auf, als ich mein Müsli noch mit Joghurt aß und irgendwann Amaranthmüsli kaufte. 

Weiterhin bringt Vanille zumindest bei der Kiwiversion überhaupt nichts. Ich glaube auch nicht, dass Vanille gegen heftige Himbeeren anstinken kann. Da kann man die gute Vanille genau so gut aus dem Fenster kippen - oder für bessere Gerichte aufbewahren, wo sie mehr zur Geltung kommt.

Heute gibt es nur was zu meckern. Aufgegessen habe ich aber trotzdem!

Kiwimarmelade

Marmelade aus Kiwi! ... Könnt ein bisschen fiese-sauer werden. Also mit tropischer Mango abschmecken.


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50% Kiwi, 50% Mango und 1:2 Gelierzucker verwendet. Gefällt mir leider nicht so, da es nach "typische selbst gemachte Marmelade" schmeckt, der gewisse Biss wurde durch die sehr laffe Mango weggenommen. Nächstes Mal nehme ich den Trick meiner Mutter und bastel aus der Kiwi ganz viele kleine Würfelchen und die können dann nicht verfälscht werden!

Am laschen Grünton habe ich noch mit Spinatpulver herumprobiert, aber genützt hat das alles nix.

Zu dem Löwenzahnhonig möchte ich jetzt noch nicht so viel schreiben.
Nur, dass er bienenfrei ist und ne ziemliche Fummelei war. Rezept gibts hier.

Freitag, 19. April 2013

Mümmelmasse

Der Frühling ist da! Und mit ihm sind leider auch ein paar Kilos zu mir gekommen. Nun entscheidet sich, ob ich neue Hosen kaufen gehen muss oder ob ich die Kilos einfach entferne, damit ich keine neuen Hosen kaufen muss. Ich habe mich für Kilos entfernen entschieden und esse daher nun vermehrt frühlingsangehauchten Salat.

Und außerdem muss man als Essensblogger mega gesundes Zeug präsentieren, das obendrein auch noch unverschämt gut aussieht, sodass sich jeder Leser sofort ertappt fühlt. Ich glaube, das ist ein ungeschriebenes Gesetz. Danach muss man allerdings das Foto eines Cupcakes posten, um das wieder auszugleichen.


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Ich habe eine Bioblutorange gekauft. Sehr stylisch.
Salatmasse ist hier Ruccola.

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In einer Schachtel ist so viel drin, daher am nächsten Tag nochmal das Gleiche. Zusammen mit Senchatee.

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Das versteckte schnöde Weißbrotbrötchen mit Aldi-Vurst gab es zu einem der Salate, sieht ja aber doof aus, bekommt daher ein extrabild, auf dem es doof aussehen darf.

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Impro-Frühstück. Das war alles, was ich noch hatte.

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Ich habe mich ein bisschen mit der Darstellung von Essen in Blogs und Büchern beschäftigt und anhand dessen probiere ich nun andere Untergründe und andere Winkel aus. Zusätzulich gabs noch direktes Sonnenlicht. Bei Buttlers gab es Stoffservierten, davon hab ich 3 verschiedene gekauft und die werden nun als Untergrund genutzt. Nächstes Mal aber gebügelt. Der Teller ist auch von Buttlers, ich liebe ihn! Aber dies ist die erste Tellerfüllung, die gut auf ihm aussieht.
Ein unbrauneres Brett brauch ich noch.

Avocado gemanscht mit Pitabrot. Salat aus Salattüte mit Kresse, Tomaten, Gurken und Oliven.

Und ich habe endlich eine Vinaigrette gefunden, die mir schmeckt!

Zitronensaft, ein Schüsschen Balsamico "Rosso", Agavendicksaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer.

Sonntag, 12. August 2012

Brombeeren einkochen

Brombeermarmelade kaufen im Supermarkt ist für mich ungefär so toll wie Schweinebauch kaufen oder Rosenkohl. Es steht rum, schmeckt total daneben und ist von der Idee her auch ziemlich blöd.

Das liegt daran, dass es Zuchtbrombeeren gibt, die mit dem Original kaum mehr etwas gemeinsam haben. Und das betrifft anscheinend alle Zuchtbrombeeren. Groß müssen sie sein, wässrig. Und dann verlieren sie den Geschmack und werden extrem sauer oder befremdlich. Nicht mehr brombeerig.

Daher pflücke ich Wildbrombeeren und mache meine Marmelade selber. Etwas anderes bleibt mir kaum übrig.

Das erste Mal pflücken dieses Jahr brachte schon 2 kg Brombeeren.


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 Dabei heißt es disziplin bewahren. Beim pflücken darf nicht genascht werden, man darf sich nicht am Mund kratzen, man muss das Gleichgewicht behalten und darf nicht kopf über die Böschung runterfallen. Ruhe bewahren, wenn man direkt in einer Ranke verfangen ist, langsam rauswinden und nicht noch mehr durchstochen werden. Man darf sich nicht von vorbeifahrenden Autos, deren Fahrer dumm glotzen, beeindrucken lassen. Die sollen schön die Supermarktsware kaufen, aber ich gebe mich damit nicht zufrieden. Dann müssen die Brombeeren gewaschen und entwurmt werden. Entwurmen heißt wieder: Geduld bewahren. Warten, bis die Würmchen rausklettern und sie bei Seite setzen.

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Meistens ist der Tag dann so spät oder die Ausbeute so gering, dass ich nicht mehr zum einkochen komme. Die Beewen werden wieder eingesackt und eingefroren, bis die Zeit und der Gelierzucker da sind.

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2kg Beeren brauchten zwei große Töpfe. Pro kg Beeren kommen auch noch 500g Gelierzucker dazu.

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Um die Fuchsbandwürmer abzutöten, werden zuerst nur die Beeren gekocht und das eine Weile. Anschließend kommt der Zucker dazu, welcher dann nicht mehr lange kochen darf.

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Brombeeren sind anders als Himbeeren: Sie behalten ihren Kern, der die einzelnen Kugeln beisammen hält. Bei Himbeeren fällt der beim pflücken raus, was die Himbeeren beim Kochen automatisch zerfallen lässt. Die Brombeeren muss man dann mit einem Pürierstab in die richtige Konsistenz überführen. Das kann zu leichten Sauereien führen und es sei angebracht, dazu nicht die gute Sonntagsbluse zu tragen.


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Ein paar der neuen Gläser. Wie man am Deckel sieht, hatte ich auch einst mal eine Zuchtmarmelade.

Marmelade selber kochen macht großen Spaß und man kann seinen Geschmack beim kochen anpassen. So gebe ich immer noch etwas Zitronensäure hinzu, weil ichs gerne sauer mag. Des weiteren kann man Gewürze und Schnaps mit einkochen. Dafür sind mir meine Brombeeren aber zu schade.

Das schwierigste ist jetzt, für den zweiten Pflückteil genug Glasware zu bekommen. Die meisten Gläser sind essighaltig und die kann man nicht verwenden, da der Geschmack ins Produkt übergeht. Ich krame aber langsam überall im Haus wieder Gläser hervor, die geeignet sind. Und wenns ganz hart kommt, hat Zimmermann auch Rohgläser speziell zum Einkochen von Marmelade.

Sonntag, 22. Juli 2012

Aufstrich aus der Obstabteilung

Warum sind Avocado - außer bei Lidl - immer bei Obst? Ich finde die gar nicht obstig, sondern gemüsig.

Sie lassen sich aber super als veganer Brotaufstrich nutzen! Und auf Knäcke und Reiskeksen schmeckt es noch deutlich besser als auf weichem Brot. Deswegen ist mein Zahnfleisch und mein Gaumen auch so zerschlitzt: das viele Knäcke, weil die Avocado darauf so lecker ist.


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Die grüne Farbe ist auch toll.
Wenn die Avocado noch zu steinig zum so draufschmieren ist, püriere ich sie. Das schmeckt bei supersteiniger allerdings nicht so toll und dann fliegen die Stücke quer durch die Küche, nicht zu empfehlen.

Nach einiger Zeit wird die Masse braun, es empfiehlt sich also, die Creme rasch zu essen. Oder andere Dinge damit zu machen... das Problem habe ich gerade.

Samstag, 14. Juli 2012

Sambal Olek Brotaufstrich

Herzhaft, tomatig, feurig!

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Es muss nicht nur Marmelade aufs Brot.

200 g Naturtofu
4 EL Olivenöl
3 TL Sambal Olek
jede Menge Kräuter
1 EL Sojasoße
3 EL Tomatenmark
3 Dittmer Pfefferonen "mild pikant"
5 große Rosmarinoliven
1.5 TL NaCl

Alles pürieren und genießen.