Sonntag, 21. Mai 2017

Biskuitrolle mit Motiv

Das hier ist KEIN veganes Rezept. Ich habe aber noch Entwicklungsbedarf in die Richtung dieses Produktes und das Ziel wird sein, das Ding am Ende vegan herstellen zu können. Irgendwo muss ich anfangen und möchte die ganzen Gegebenheiten stufenweise durchgehen.

Und ich habe nur einen Blog für essen.



Biskuitrollen waren für mich bis vor Kurzem immer der Dämon auf der Kaffeetafel. Der größte anzunehmende Ekel von allen Gruseligkeiten, die meine Verwandtschaft auftischen kann. Schaumstoff, parfümiert mit aufdringlichem, strengem Zitronenaroma der Marke "sollte mal bei Douglas verkauft werden und fristet sein Dasein jetzt als Backaroma für Konditoreien", dazu eine Creme, bei der man nur die Hilfsstoffe schmeckt, nicht aber irgendwas, das einem gefallen mag. Das möchte man nicht auf den Hüften haben und lässt es nach zwei Gabeln auf seinem Teller liegen.

Ich habe die dämonische Zitronenrolle zum Glück schon lange nicht mehr gesehen.

Bei der Mutter einer guten Freundin gabs dann vor einiger Zeit auch eine Rolle, die aber selbst gemacht war. Es gab keine Alternative, also probierte ich aus Anstand. Und die war richtig gut! Leckerer Teig, leckere Creme, einfach so, wie man sich das rein von der Optik her vorstellen würde.

Und als ich dann Motivrollen im Internet sah, wuchs der Wunsch, das auch zu machen.





Und hier ist meine erste Rolle.

Das Tässchen ist das Zeichen für "Kakaokarten", = KartenKunst, Auflagen und Originale, eine Community für das Tauschen von originaler Kunst im Trading Card Format, hier die Website.


Hier drei Beispiele für solche Karten, natürlich von mir gemalt:





Seit meinem Umzug habe ich nur noch relativ verhalten gebacken. Ich habe zwar einen Ofen in der neuen Wohnung, jedoch ist das Zubehör eine Zumutung. Das eine ist ein "jeder Ofen-Blech" der Bauform Fettpfanne, also mit etwas höherem Rand. Das kann man hin und her schieben und es ist schon vor meinem Einzug in die Jahre gekommen. Die Vormieter haben die dadurch entstehende Lücke zwischen den beiden Blechen mit Schweinefett gestopft. Als Vegetarier und Tätiger in der Reinigungsmittelindustrie habe ich das Fett natürlich als erste Amtshandlung entfernt - wobei auch die halbe Beschichtung mit kam.
Das Blech hat in der Mitte diese Schiebekante, außen mehrere Vertiefungen für das bessere Stehen auf Flächen und ist relativ klein. Es wird da drauf also alles schief und krumm.

Ansonsten gibt es da noch ein Rost, das zwar außen den Rahmen hat, die Roststäbe aber nur die Hälfte der Fläche ausmachen. Der Rest ist einfach ein großes Loch. Das Backpapier, das da dran runter hängt, zieht oft alles mit in die Tiefe und nach der Hälfte der Backzeit darf man abbrechen und das Gebäck vom Boden des Ofens kratzen.

Da hatte ich keine Lust mehr drauf. Mein Ofen ist allerdings ein Construkta, ein abgewohntes Modell mit den Maßen der Construkta-Bosch-Siemens-Reihe, die besonder teures Zubehör haben. Will ich die nächsten 20 Jahre in der Gruppe bleiben? Das weiß ich nicht. Es muss also wieder etwas sein, das verschiebbar ist und das ich in jeden Ofen mitnehmen kann.

Und dann fing ich an, Sallys Backvideos zu schauen. Sally hat so ein Blech, wie ich es mir vorstelle. Aber im Amazon gibt es sowas auch, für weniger als die Hälfte des Preises. Die Bewertungen sind aber nicht gut und auch Sally merkt an, dass das Blech ausm Amazon viel Frust generiert, das ihr Blech nicht macht.

Eine Bestellung später habe ich jetzt also das Sally Blech und den Sally Backrahmen, mit dem die Ergebnisse wirklich so werden wie bei ihr in den Videos.


Jetzt zum Rezept. Ich habe mich da vor allem an Sallys Rezepten orientiert.

Der Teig
(Quelle von Sally)

Mustercreme:
1 Eiweiß
40 g Mehl
30 g Zucker
30 g Öl
2 TL Kakao


Teig:
3 Eier plus das übrig gebliebene Eigelb
1/2 TL Ceylonzimt
1 Schüsschen Vanilleextrakt
80 g Zucker
50 g Stärke
50 g Weizenmehl 550
1/2 TL Weinsteinbackpulver
200 g Sahne
100 g weiße Schokolade
½ TL Vanilleextrakt
5 TL Sanapart

Die Creme

(Quelle von Sally)

250 g Mascarpone
Schokobruchplatten, die man auch auf Schwarzwälder drückt


Die Mustercreme musste ich 3 Minuten bei 150 °C U/O Hitze anbacken, da mein kleines Gefrierfach das Einfrieren der Mustercreme nicht zulässt. Die habe ich mit einem Einwegspritzbeutel aufgetragen.

Den Teig dann Bereitet und drüber gestrichen, 8 Minuten bei 210 °C U/O Hitze gebacken. Ich habe leider keine Lampe mehr im Ofen und der Backrahmen verwehrt einem so jeglichen Einblick. Wahrscheinlich war das einen Ticken zu lang, jedenfalls hats dieses krasse Wabenmuster beim Abmachen des Backpapieres gerissen.

Die Creme war richtig einfach zu machen: Mascarpone kurz anschlagen, flüssige, aber nicht mehr heiße Schokolade einrühren, Vanille einrühren, Sahne einkippen (unaufgeschlagen) und Sanapart dazu machen. Die Creme ist im Geschmack sehr gut.


Danach wird die Rolle zusammen gebaut und oben auf die Cremeschicht habe ich noch den Schokobruch getan für einen kleinen Straciatellaeffekt. Das hat auch alles gut funktioniert. 





Kritik:
 1) Das Anbacken der Motivcreme führt zu einer relativ keksigen Struktur. Die löst sich dann schnell von der Rolle beim Schneiden oder grob behandeln. Durch mein Gefrierfach ist es mir aber leider nicht anders möglich, also muss das erst einmal so bleiben. Hier habe ich noch Luft nach oben.
ch ist es mir aber leider nicht anders möglich, also muss das erst einmal so bleiben. Hier habe ich noch Luft nach oben.


2) Der Eiergestank. Ich bin Gebäck ohne Ei gewohnt und habe durch das anorganisch-chemische Praktikum seither einen Ekel auf starke Gerüche, die von Schwefel in der negativen Oxidationsstufe. Der Eiergestank muss bei der nächsten Version dringend verschwinden, denn man schmeckt es auch heraus. 


3) Kalorienbombe. Am liebsten hätt ich eine leichte, lufthaltige Creme auf Basis Sojajoghurt oder sowas, die einen nicht so erschlägt wie dieses Mascarponemonster. Ja, es schmeckt gut, aber ich bekomm bauchweh. 



In der Broschüre des Sanapart ist sogar eine vegane Rolle aufgestellt.

Bei der Creme werd ich mich daran wohl orientieren, aber den Teig werde ich sicher nicht übernehmen. Da strebe ich etwas auf Basis Sojajoghurt an, der macht sehr elastische Teige, de sich gut rollen lassen. 


Generell kann man damit dann auch mal wieder backen, was ich sehr positiv finde. 

Und die Sally Metallprodukte sind wirklich sehr solide, das hat sich gelohnt!

Bento mit koreanischem Inhalt

Ich mach viel zu selten Bento! Aber dies war sehr gut.



Das ist:

Tofu nach Maangchi

Kimchi

Broken Thai Reis

und platte, gekochte Bohnen, die mit der gleichen Soße wie der Tofu gewürzt wurden.

Das alles habe ich dann kalt gegessen. Der Reis ist so gut, den kann man auch so essen. Wichtig ist eben, dass man einen Reis findet, der einem schmeckt und das habe ich inzwischen geschafft.

Samstag, 20. Mai 2017

Kalter Tee

Kalter Tee! ... Kalter Kaffee?

Das Thema ist vielleicht nicht ganz so eingängig, bis ich das salonfähige Wort fallen lasse: Eistee. Eistee ist ja eigentlich kalt gewordener Tee, den man dann trotzdem noch trinkt, weil er nunmal da ist. Das passierte mir häufig mit Rooibos- und Kräutertee, bevor ich eine Thermoskanne hatte und ich fand daran nichts seltsam. Seltsam finde ich, in Eistee tonnenweise Zucker reinzuschütten.

Wenn wir mal auf die andere Seite der Nordhalbkugel schauen, dann gibt es da eine ganze Reihe an kalten Tees, die fertig in Flaschen verkauft werden, die nicht unbedingt klassisch in unsere Eistees einzuordnen sind. Vor allem Grüntee ohne was hat da meine Aufmerksamkeit erregt.

Aber kann man das nicht einfach selbst machen? Nun, bei Grüntee ist das etwas kniffeliger, da er leicht oxidiert und dabei bittert. Und schnell abkühlen sollte er auch. Und dann gammelt er auch relativ schnell, direkt aus dem Kühlschrank ists mir aber wieder zu kalt. Generell geht es dabei einfach darum, sich unterwegs einen kalten Tee kaufen zu können. Ansonsten ja: Man kann sich sowas auch selber machen.

Aber welche Möglichkeiten hat man in Deutschland, kalten Tee unterwegs zu bekommen, der einem die Insulinproduktion in Ruhe lässt?




Den hier und seine drei Kollegen. Der hier schmeckt wie Grüntee in ganz sanft aufgebrüht mit den Aromen, die auch in den Zuckereistee kommen. Aber ohne Zucker. Dann gibts noch roten Tee, der einfach Früchtetee ist, gelber Tee, ein bisschen schlimm-blumiger Kräutertee und Quatschtee, ein Schwarzteeimitat aus Früchtetee mit einer Idee Schwarztee, der aber nach Früchtetee schmeckt.

Wo gibt es den? Manchmal bei Rewe, aber meistens ist er ausverkauft. Und wenn nicht, ist er es sofort danach und ich schleppe schwer.

Und sonst so?
Asialaden! Von 1.50 - 4€ Preisspanne gibt es 500 mL fertigen echten asiatischen Grüntee. Oftmals auch schön bitter, grün und kräftig. Da bin ich aber extrem selten.



Und wenn man dann mal zu Hause ist und das Problem mit der Oxidation in den Griff bekommen will? Ein Tipp für den kommenden Sommer!

Grün- als auch Schwarztee können mit etwas Feingefühl zu Hause zu kaltem Tee vorbereitet werden. Dabei ist zu beachten, lose Ware zu kaufen. Beutelware geht nicht, die ist sehr klein geschnitten und bringt durch ihre vielen Schnittkanten extrem viel Oxidierte Bitterheit mit hinein. Die einzige Ausnahme stellen sehr gut behandelte hochwertige Pyramidenbeutel in Gastroqualität dar, aber bevor ihr euer Geld für sowas zum Fenster rauswerft, überweist es lieber mir. Meine IBAN ist [von Google zensiert].

Auch bei der losen Ware sollte darauf geachtet werden, dass die Teeblätter möglichst groß sind oder man eine Sorte erwischt hat, die einem nicht durch die Bitterheit die Schuhe auszieht. Der Tee bittert beim Abkühlen sehr nach, daher eignen sich hier nur die mittleren bis milden Sorten. Sowas wie Ostfriesentee (kleiner Schnitt, viele Kanten, viel Bitter) ist nur etwas für Liebhaber von richtig krassem Schwarztee in kalt. Wem das zu schlimm ist und trotzdem Ostfriesentee will, der solle sich einen mit großem Blatt aus dem Teeladen holen, die haben ähnliche Sortenzusammenstellungen.

Was ist mit den schwarzen Inseln? Bei Ostfriesentee aus dem Supermarkt entstehen die ja beim Abkühlen auf der Tasse. Bei dieser Methode wird die Entstehung minimiert, die Auswahl eines geeigneten Tees minimiert sie zudem nochmal. Ich hatte bisher hier keine Probleme mit den Ablagerungen, vor allem aber, da ich den aus dem Supermarkt nicht für diese Methode verwende.

Da meine Kannen nicht groß genug für meinen Durst sind, brühe ich den Tee im Kochtopf auf (Wasserkocher und rein), lasse ihn dort 5 Minuten ziehen statt 3 und lasse ihn auch in diesem Topf abkühlen. Ein Metallkochtopf hat Vorteile gegenüber Steinzeug, da er die Wärme besser in die Umgebung abgibt und das Auskühlen des Tees fördert. Direkt nach der Beutelentnahme kommen 2 TL Zitronensaft hinein, welche die Oxidation abschwächen.


Sobald der Tee einigermaßen abgekühlt ist, um kein Plastik mehr zu schmelzen, fülle ich ihn in geeignete Getränkeflaschen. Hier die ausgetrunkenen Flaschen vom österreichischen Hersteller für hochwertige Kaltteegetränke. 


Und dann kann man ihn mitnehmen. Ins Büro, damit man nicht dauernd welchen kochen muss oder einfach kalten haben will, in den Park, auf die Autofahrt statt Kaffee und so weiter. 

Und so bekommt man auch die Möglichkeit, echten Schwarztee mitzunehmen. Der Quatschtee (im Bild links) war leider wirklich nicht gut. Also als Früchtetee schon, aber da ist das Etikett einfach irreführend. 

Also dann, viel Spaß beim kalten Tee kochen und trinken. Ist jetzt nix Neues oder so, macht aber irgendwie kaum einer. 

Sonntag, 19. Februar 2017

Gesammelte Werke

Ich hab gar nicht mehr so viel zu schreiben. Ab und an geb ich mir mal mühe, aber oft koch ich einfach so meine 3 Gerichte vor mich hin und versuche, meinen Alltag auf die Reihe zu bekommen. Manchmal mach ich trotzdem ein Foto und wo das passiert ist, das möchte ich jetzt zusammenfassen!



Bei Rewe gibts unter der Eigenmarke rein blaue Streusel. Meeresrauschen oder so. Und die sind somit natürlich ohne Karmin und damit super für mich. Außerdem mag ich rein blaues Essen. Sehr lecker auf Bananenbrot!



Beim Real habe ich diese tief lilane Süßkartoffel gefunden und damit Ofengemüse gemacht. Dazu normale Kartoffe, Paprika und Hokkaidokürbis. Mit Öl, Kräuter der Provinz und Salz versehen und dann backen. 



Nudeln gehen immer und mit bunten Nudeln bekommt man meinen Wagen voll. Zu meiner klassischen Tomatensoße aus Dosentomaten, Zwiebel etc, gibts hier noch Basilikum, Pepperoni und Oliven.




Jasminbruchreis mit Sambal Olek, dazu frittierten Tofu und eine missratene Misosuppe aus deutlich mehr Lauch als Suppe. Und roher Lauch. Das ging gar nicht.



Sesambällchen, frittiert, gefüllt mit rotem Bohnenmus. Immer wieder eine Delikatesse.




Das sind Kokospfannkuchen mit Apfelmus und Zimt. 




Tomatenrisotto mit Paprikastücken, begraben unter frischer Tomate, Kapern und Basilikum. 




Rote Linsenköfte. Die Garnitur habe ich separat mitgenommen und nach dem Aufbau auf dem Buffet vergessen noch ein Foto zu machen. Ist aber ein sehr klassisches türkisches Gericht und dürfte überall rezepttechnisch zu finden sein.



Hummus mit Paprika und ein Rest Tomaten-Linsen Makkaroni vom Vortag. Das Wichtigere sind eigentlich diese beiden tollen Melonenschüsseln, die es kurz bei Buttlers gab. Ich wollte sowas schon lange haben und bisher hatte es immer nur der koreanische Versandt. Da hab ich zugegriffen.


Alles keine große Kunst. Aber superlecker ;)

Samstag, 10. Dezember 2016

Potstickers mit scharfer Sauerkraut Füllung

In Ladenburg gibt es das Nihao, ein chinesisches Restaurant, das zwei Karten hat. Eine, was man so in China isst und eine für die deutschen Gäste. Wir haben noch kein Gericht von der deutschen Karte gegessen, aber die chinesischen Gerichte, die haben es uns angetan. Und mir besonders ein Gericht mit Teigtaschen, die zusammen mit einem Dip gereicht werden.

Dank Internet hab ich herausgefunden, dass sie englisch "Potstickers" genannt werden und habe inzwischen meine eigene Variante gemacht.




Das Teigrezept stammt von Yasilicious und bei der Füllung habe ich mich von MommyTang inspirieren lassen. Das Video finde ich leider nicht mehr, aber einmal hat sie auf Basis von Sauerkraut und Kimchigewürzen ein "Schnellkimchi" gemacht. Also alles in eine Pfanne geworfen und dann wars fertig.

Für den Teig:
180 g Weizenmehl 550
125 g Wasser 30 - 40 °C

Das Wasser kurz im Wasserkocher anwärmen und dann direkt in die Schüssel einwiegen. Zart besaitete können mit einem Löffel zunächst rühren, harte gehen direkt mit der Hand zum Kneten in die unbekannt heiße Mischung. Der Teig muss 5 Minuten lang geknetet werden. Nicht von der Illusion täuschen lassen, der Teig würde etwas Sinnvolles von der Konsistenz her darstellen. Er klebt! Und das wird auch so bleiben. Nicht mehr Mehl nehmen.
Den Teig dann von der Hand abkratzen und sanft andrücken. Der kann jetzt noch 10 Minuten ruhen. Danach wird er ausgerollt, wobei hier gerne Mehl verwendet werden darf.




Den Teig ca. 1-2 mm dünn ausrollen und mit einem teuren Garnierring oder einem preisgünstigen Glas ausstechen. Das hier ist ein Rewe feine Welt Brotaufstrichglas. Beim Ausstechen für Geizige türmt sich der Rand etwas auf. Den Rand platt drücken und dann 4x falten.



Gefaltet wird nur an einer Seite. Das erzeugt eine Kaffeefilterartige Form, die dann mit der Füllung gefüllt werden kann. Zum Füllung reindrücken verwende ich den Mittelfinger, sodass der Zeigefinger trocken bleibt zum Zudrücken der Tausche. Sobald Feuchtigkeit auf die Stelle kommt, die später an der nächsten kleben soll, versagt die Klebkraft.

Die Tasche wird dann zugedrückt und diese lagere ich auf einem Teflon Backpapier. Ich habe auch schon gemehlte Teller ausprobiert, aber das Mehl reicht nicht. Die Taschen beginnen zu kleben und das überschüssige Mehl macht in der Pfanne ungewollte Maillardreaktionen, die wir an so vielen Stellen gar nicht haben wollen.


Für die Füllung:
150 g Sauerkraut
1/2 Knoblauchzehe
doppelt so viel Volumenanteil Ingwer
3 TL Gochu Garu (Chiliflocken zur Kimchiherstellung)
1/4 TL Salz

Das Sauerkraut drücke ich über dem Waschbecken kurz aus. Original wässrig ist es mir zu sauer, nachgewaschen ist es mir zu lasch. Ausgedrückt ist es genau richtig. Mit einem Schuss Wasser und den Zutaten, dabei Knoblauch und Ingwer durch die Knoblauchpresse gedrückt, erwärme ich das kurz, damit sich alles besser miteinander verteilt. Etwas abkühlen lassen. und dann ca. 1 TL als Füllung pro Tasche verwenden.




Für den Dip:
3 EL Sojasoße für Sushi und Sashimi
1 EL Sushiessig
1 TL braunes Sesamöl
1/2 Knoblauchzehe
volumenmäßig so viel Ingwer wie Knoblauch
1/2 TL Sambal Olek

Knofi und Ingwer wieder durch die Presse drücken und in die Lösung einrühren.




Den Dip mach ich immer zu Anfang, sodass er etwas ziehen kann.


Das Zubereiten der Taschen in der Pfanne:

Ein bisschen Öl in die Pfanne geben. Die Taschen da drin kurz anbraten, bis sie braune Aufsetzstellen bekommen. Dann ca. 100 mL heißes Wasser in die Pfanne geben (vorsicht, spritzt) und den Deckel aufsetzen. Nach 5 - 15 Minuten ist das Wasser abgedampft und hat dabei die Taschen in der Dampfphase gegart. Sie werden glasig.
Bei mir ist das die Herdeinstellung 10 von 12.



Und dann kann gegessen werden :)



Mittwoch, 6. Januar 2016

Hummus

Schon so lange begleitet mich dieses Rezept, es ist das einzige in meinem Kochbuch mit post it Schnellfinder. Aber immer noch fehlen das Rezept und ein anständiges Foto für meinen Blog. Hiermit wird das nun geändert.



Hummus lässt sich als Brotaufstrich benutzen, als Dip für Gemüsesticks oder einfach zum so weglöffeln. Ich gehöre eher zur Süßigkeitenfraktion, die man mit Gemüsesticks Bäume hoch jagen kann. Sobald man aber einen anständigen Dip dabei hat, klettere ich auch wieder vom Baum herunter und esse mit Begeisterung. Dieser Hummus vermag die magische Tat zu tun.

250 g gekochte Kichererbsen
0,1 – 1 Knoblauchzehe
3-4 EL Limettensaft
2 EL Olivenöl
75 g Tahin
1 TL Kreuzkümmel
½ TL Paprika edelsüß
½ TL Kurkuma (für eine bessere Farbe, das ist so nicht original)
Ca. 1 TL Salz
Pfeffer
Evtl Wasser, um die Konsistenz einzustellen

Ich habe den Umrechnungsfaktor von getrocknete zu gekochte Kiechererbsen leider nie ermittelt. Ich fülle eine große Müslischüssel halb mit trockenen Kiechererbsen, fülle diese randvoll mit Wasser und lass sie 12 – 24 Stunden im Kühlschrank quellen. Danach wasche ich sie kurz (Stickwort Raffinose rauswaschen, die macht Blähbauch und jedes bisschen weniger hilft das zu verhindern) und gebe sie 1:2 mit Wasser in einen Schnellkochtopf. Ist Stufe 2 erreicht, lasse ich sie 45 Minuten kochen, Topf auskühlen, abgießen, auskühlen bis handwarm. Die lassen sich auch am nächsten Tag noch verarbeiten, wenns jetzt knapp geworden ist.

Davon fülle ich 2/3 in eine pürierfähige Plastikschüssel, das letzte Drittel behalte ich für Übersalzenfehler zurück. Tritt der Übersalzenfehler nicht ein, koch ich damit anderes Essen. In die Schüssel kommen jetzt die übrigen Zutaten, die Knoblauchzehe dabei gepresst. Ich püriere die Erbsen homogen und stell dann die gewünschte Konsistenz mit Wasser ein. Da die Masse später noch nachzieht, kann es sein, dass man am nächsten Tag nochmal Wasser dazu geben muss.

Dose: Man kann auch Dosenkiechererbsen verwenden. Ich schleppe nicht gerne Dosen und mag die Dosenerbsen hierfür auch geschmacklich nicht gerne. Das selbst kochen lohnt sich wirklich, der Geschmack ist anders. Außerdem enthalten Dosenkiechererbsen warum auch immer so viel Raffinose, dass man mehr Bauchschmerzen davon bekommt, als wenn man sie selber kocht.

Kreuzkümmel: Es gibt verschiedene Pflanzensorten Kreuzkümmel, deren Saat verschieden schmeckt. Das ist auf dem Etikett aber nie aufgedruckt. Es kann also sein, dass mein Hummus ganz anders als deines schmeckt, weil wir verschiedene Sorten erwischt haben. Der Kreuzkümmel ist hier die Hauptgeschmackskomponente. Erwischt man da einen, der einem nicht passt, sollte man dies durch Wechseln des Gewürzhändlers korrigieren. Den Fall hatte ich auch schon und habe den „schlechten“ Kreuzkümmel dann mit „gutem“ gestreckt, dann passte es wieder und ich hab nichts weggeworfen.

Limette: Falls nicht vorhanden, nimmst du Zitrone. Die Limette gibt so einen besonderen Jamie Oliver Frischekick, Zitrone dürfte eher klassisch sein.

Paprikapulver: Ich weiß nicht, ob das so original ist. Es gibt in der Türkei Paprikamark, welches einen unglaublich tollen Geschmack hat. Dieses verwende ich lieber als das Pulver, aber essentiell ist das jetzt nicht. Wenn du Mark hast, probiers mal aus.


Donnerstag, 3. Dezember 2015

Reis! Reis! Und Reiskocher

Gerichte, die man nur im Reiskocher macht. Und davon eine ganze Hand voll, daran entwickel ich immer noch still vor mich hin. Das hat eine große Zeitersparnis.
Letztes Mal kamen Linsen mit in den Kocher, heute gibts Gemüse.




Vollkorn Jasminreis und frisches Gemüse




Die Gewürze mische ich in einem Extragefäß. Ich habe schlechte Erfahrungen mit nicht emulgiertem Tomatenmark gemacht, das verteilt sich einfach nie und brennt unten an. Daher mit ein bisschen Wasser schrittweise zu einer immer dünneren Paste rühren.




Die Brühe in den Kocher und an schalten.




Jammi! Das war ein super Mittagessen!

1 Cup Vollkorn Jasminreis
2 Cup Wasser
1 TL Tomatenmark
1 TL Paprikamark
1 TL Gemüsebrühpulver
1/2 TL Kräuter der Provinz
1/2 TL Oregano
1 Stängel Rosmarin, aber davon nur die Nadeln, nicht der Stängel mit zu
1 grüne Paprika, geschnitten
1 Hand voll Cherrytomaten
1/2 Dose Mais
Pfeffer
Salz (achtung, Brühe hat schon welches, vorsichtig)
1/2 TL Sambal Olek


Ich mag eigentlich keinen Vollkornreis. Der hier war der erste, der mir schmeckte. Und die Gewürzmischung hat mir auch gut gefallen.
Das Gemüse ist etwas zerkocht, das müsste nächstes Mal wohl später mit rein.